Politik

Scharfe Kritik an Merz-RegierungCDU-Kandidat im Nordosten grenzt sich von Berlin ab

11.09.2026, 19:02 Uhr
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CDU-Spitzenkandidat Daniel Peters (r.) macht die Bundesregierung vor der Landtagswahl für die schlechten Umfragewerte mitverantwortlich. (Foto: picture alliance / SZ Photo)

Die Unzufriedenheit mit der Bundesregierung ist groß. Vor der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern gibt CDU-Kandidat Peters Berlin Mitschuld an schlechten Umfragewerten. Er versuche den Wählern zu vermitteln, dass es um Landespolitik geht - offenbar vergeblich. Die CDU im Nordosten sei inzwischen in einem "Existenzkampf". 

Der CDU-Spitzenkandidat in Mecklenburg-Vorpommern, Daniel Peters, hat rund eine Woche vor der Landtagswahl die Bundesregierung kritisiert und vor den Konsequenzen am Wahltag gewarnt. Die CDU im Land befinde sich durch die zunehmende Zuspitzung des Wahlkampfes und die anhaltende Kritik an der Bundesregierung "in einer ernsten Lage."

"Wir führen mittlerweile einen Existenzkampf", fügte er bei Welt-TV hinzu. In jüngsten Umfragen kommt die CDU im Nordosten auf nur noch sieben Prozent der Stimmen.

Peters versuchte sich im Interview erneut von Bundeskanzler Friedrich Merz zu distanzieren. Bei der Wahl gehe es um Landes- und nicht um Bundespolitik. Das versuche er auch den Wählern zu vermitteln, betonte der gebürtige Rostocker.

Er bestätigte, dass es keine weiteren Wahlkampftermine mit Merz vor der Abstimmung geben werde. Der Kanzler ist lediglich am 31. August in Kühlungsborn öffentlich in Mecklenburg-Vorpommern aufgetreten, dort aber teilweise ausgepfiffen und beschimpft worden. In Ostdeutschland sind nur sieben Prozent der Menschen mit Merz als Bundeskanzler zufrieden, wie das aktuelle Trendbarometer von RTL und ntv zeigte.

"Im Moment sind die Menschen von der Bundespolitik hier bei mir sehr enttäuscht und darunter leiden wir", machte der CDU-Politiker Berlin mitverantwortlich für die schlechten Umfrageergebnisse. Die Koalition dort habe "offenbar noch nicht verstanden, worum es eigentlich geht", klagte er. Am 20. September wählt Mecklenburg-Vorpommern einen neuen Landtag.

Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September hatte die CDU ein historisches Debakel erlebt: Die Christdemokraten stürzten auf 17,2 Prozent ab, während die AfD mit 43,8 Prozent ihr bislang bestes Landtagswahl-Ergebnis bundesweit einfuhr.

Am 20. September wird zeitgleich mit Mecklenburg-Vorpommern auch in Berlin ein neues Abgeordnetenhaus gewählt. Dort stehen die Christdemokraten deutlich besser da als im Nordosten. Die CDU liefert sich sich in Umfragen ein knappes Rennen um Platz eins mit der Linken.

Quelle: ntv.de, uzh/dpa

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