Politik

Mit 150 km/h zum BER? CDU will Magnetschwebebahn für Berlin

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Zwischen 1984 und 1991 fuhr schon einmal eine Magnetschwebebahn durch Berlin.

Die Berliner CDU hat eine Idee, wie der Skandalflughafen BER künftig mit der Hauptstadt verbunden werden könnte: mit einer Magnetschwebebahn. So etwas gab es dort schon einmal.

Die Berliner CDU setzt sich für eine Magnetschwebebahn in der Bundeshauptstadt ein. Sie soll den neuen Hauptstadtflughafen BER, der voraussichtlich Ende Oktober öffnet, an die Innenstadt anbinden, wie der CDU-Landesverband mitteilte. Eine nachhaltige Verkehrswende funktioniere nur mit einem attraktiven ÖPNV, argumentiert der Landesvorsitzende Kai Wegner. Die CDU wolle die Zukunft der Mobilität neu definieren. Zuvor hatte die "Berliner Morgenpost" über die Pläne berichtet.

Eine S-Bahn-Verbindung zum neuen Flughafen ist bereits vorhanden. "Eine Hochbahn mit Magnetschwebetechnologie wird ein Leuchtturm für Berlin", so der CDU-Landeschef. Das Hochbahn-System sei umweltfreundlich und nahezu geräuschlos.

Die Hochbahn mit Magnetschwebetechnologie eines deutschen Herstellers, die die CDU ins Auge gefasst hat, hat zwölf Meter lange, 2,85 Meter breite Fahrzeuge und kann pro Fahrzeugteil 121 Fahrgäste befördern. Sie ist den Angaben zufolge fahrerlos unterwegs und kommt auf eine Geschwindigkeit von bis zu 150 Kilometern pro Stunde.

In Berlin gab es bereits in den 80er-Jahren eine Magnetschwebebahn. Die sogenannte M-Bahn nahm 1984 den Betrieb auf und verkehrte auf einer rund 1,6 Kilometer langen Strecke den Potsdamer Platz mit der Station Gleisdreieck in Kreuzberg. Auch der Transrapid wurde in den 1990er-Jahren in Deutschland entwickelt. In Schanghai wurde eine Strecke 2003 in Betrieb genommen, in Deutschland wurden Planungen etwa für einen Flughafenzubringer in München nicht verwirklicht.

Quelle: ntv.de, bdk/dpa