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Söder bewertet Gespräche positiv CSU lotet mögliche Koalitionen aus

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Das Treffen zwischen der Grünen-Politikerin Schulze und Ministerpräsident Söder dauerte länger als geplant.

(Foto: picture alliance/dpa)

Mit dem Verlust der absoluten Mehrheit im Landtag braucht die CSU einen Koalitionspartner. Dafür sondiert die Partei mit den Freien Wählern und den Grünen. Ministerpräsident Söder ist positiv angetan - und will morgen eine erste Entscheidung treffen.

Die CSU hat nach einer ersten Sondierungsrunde mit Freien Wählern und Grünen noch offen gelassen, mit welcher Partei Koalitionsgespräche aufgenommen werden sollen. Ministerpräsident Markus Söder kündigte für Donnerstag eine Entscheidung an, ob weitere Sondierungen geführt werden sollen oder ob womöglich mit einer der beiden Parteien Koalitionsverhandlungen aufgenommen werden.

Söder hatte nach dem Verlust der absoluten Mehrheit bei der Landtagswahl am Sonntag klar eine Koalition mit den Freien Wählern als wahrscheinlichste Option für Bayern bezeichnet. Das erste Gespräch mit den Freien Wählern bewertete Söder positiv, es habe "sich gelohnt, dass wir zusammen gekommen sind". Freie-Wähler-Fraktionschef Hubert Aiwanger sagte, er sehe keine K.o.-Kriterien, die einer Zusammenarbeit entgegenstünden. Beide Seiten hätten zwar rote Linien, würden diese aber wechselseitig respektieren.

Das Gespräch mit den Vertretern der Grünen um deren Spitzenduo Ludwig Hartmann und Katharina Schulze dauerte länger als ursprünglich geplant. Auch diese Sondierungsrunde bewertete Söder positiv. "Ich glaube, es war mehr als ein lohnendes Gespräch", sagte er. Allen sei das Interesse um ein stabiles Bayern gemeinsam. Söder räumte aber auch ein, dass CSU und Grüne vor einer Koalition an einigen Punkten "noch einen sehr weiten Weg" vor sich hätten.

Grüne: Gräben müssen überwunden werden

So wie die CSU wollten auch die Grünen die Sondierungsrunde in ihren Gremien beraten. Schulze sagte, die Grünen als zweitstärkste Kraft der Wahl vom Sonntag hätten "deutlich den Veränderungswunsch der Bürgerinnen und Bürger auf den Tisch gelegt". Sie hätten mit der CSU Trennendes, aber auch Verbindendes festgestellt.

Schulzes Co-Spitzenkandidat Hartmann sagte, neben den Gemeinsamkeiten gebe es "noch gewaltige Schwierigkeiten". Selbst bei klassischen grünen Umweltthemen wären vor einer Koalitionsbildung "Gräben zu überwinden". Söder sagte, er strebe anders als bei den Koalitionsverhandlungen in Berlin vertrauliche Gespräche für sein bayerisches Bündnis an. Es sollten dort keine Zwischenergebnisse veröffentlicht werden.

Quelle: n-tv.de, fzö/AFP/dpa

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