Politik

Offizielle Glückwünsche China legt sich auf Biden fest

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Mit Trump hatte Peking einen harten Gegenspieler im Weißen Haus. Unter Biden könnte es leichter werden.

(Foto: AP)

Lange zögert Peking, nun lässt das Außenministerium Glückwünsche an den gewählten US-Präsidenten Biden und seine Stellvertreterin Harris ausrichten. Um das Verhältnis der USA mit China ist es unter Trump schlecht bestellt. Doch auch Biden will China nicht alles durchgehen lassen.

Zehn Tage nach der US-Präsidentschaftswahl haben den gewählten US-Präsidenten Joe Biden nun auch Glückwünsche aus China erreicht: "Wir respektieren die Entscheidung des amerikanischen Volkes", sagte Außenamtssprecher Wang Wenbin. China gratuliere Biden und seiner künftigen Vize-Präsidentin Kamala Harris.

China hatte zunächst auf eine Anerkennung von Bidens Wahlsieg verzichtet. Der Sieg des Demokraten bei der Wahl am 3. November stand fest, seit er am vergangenen Samstag den wichtigen Bundesstaat Pennsylvania gewonnen und sich damit mehr als die für den Wahlsieg nötigen 270 Wahlleute gesichert hatte.

Am späten Donnerstagabend (Ortszeit) erklärten mehrere US-TV-Sender Biden auch zum Wahlsieger in Arizona. Damit kommt der 77-Jährige inzwischen auf 290 Wahlleute-Stimmen, Amtsinhaber Donald Trump hat nach derzeitigem Stand 217. Die offizielle Wahl des US-Präsidenten durch das Wahlleute-Kollegium findet am 14. Dezember statt.

China kann auf entspannteres Verhältnis hoffen

Trump hat seine Niederlage bisher nicht eingestanden und behauptet, bei der Abstimmung sei massiv betrogen worden. Ranghohe Vertreter der US-Wahlbehörden betonten am Donnerstag, dass es dafür keinerlei Belege gebe.

Während Trumps Amtszeit hatte sich das Verhältnis zwischen Washington und Peking deutlich verschlechtert. Beide Seiten befinden sich in einem Handelskonflikt, auch gibt es diplomatische Spannungen wegen des Vorgehens der chinesischen Behörden in Hongkong und der Verfolgung der muslimischen Minderheit der Uiguren in der Provinz Xinjiang.

Auch Biden hat ein entschlossenes Auftreten gegenüber China angekündigt. Zu Wochenbeginn hatte Außenamtssprecher Wang gesagt, seine Regierung hoffe, dass die neue US-Regierung China auf halbem Wege entgegenkommen werde.

Quelle: ntv.de, jog/AFP