Politik

Xian Lan vertrat auch Ai Weiwei China verurteilt Anwalt zu langer Haftstrafe

Seit Präsident Xi Jinping an der Macht ist, sind Festnahmen und Haftstrafen für Regimegegner keine Seltenheit.

Seit Präsident Xi Jinping an der Macht ist, kamen zahlreiche Oppositionelle ins Gefängnis.

(Foto: REUTERS)

Die Säuberung in China geht weiter: Die Polizei nimmt den bekannten Menschenrechtsanwalt Xian Lin wegen angeblichen Betruges fest. Er beteuert seine Unschuld doch nun wurde ihm der Prozess gemacht. Für zwölf Jahre soll er ins Gefängnis.

In China ist erneut ein bekannter Menschenrechtsanwalt zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Xia Lan, der unter anderem als Verteidiger den international angesehenen Künstler Ai Weiwei vertritt, wurde wegen "Betrugs" zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt, wie sein Verteidiger Dong Xikui der Nachrichtenagentur AFP sagte.

Xia war 2014 nach einem privat veranstalteten Seminar zu der blutigen Niederschlagung der Proteste auf dem Tiananmen-Platz 1989 festgenommen worden. Nach Xias Festnahme wurden gegen ihn Vorwürfe erhoben, sich auf betrügerische Weise umgerechnet 13,5 Millionen Euro beschafft zu haben, um Spielschulden zu begleichen, wie aus der Verteidigungsschrift hervorgeht. Der Prozess begann im Juni.

Das Gericht sei dem Plädoyer der Verteidigung nicht gefolgt, Xias Unschuld festzustellen, sagte sein Anwalt. Es habe lediglich die ihm zur Last gelegte Betrugssumme auf rund sechs Millionen Euro reduziert.

In China geht die Staatsmacht seit einigen Jahren verstärkt gegen Bürgerrechtler, Intellektuelle und Anwälte vor. Seit dem Amtsantritt von Präsident Xi Jinping 2012 gab es bereits unzählige Festnahmen, Dutzende Oppositionelle wurden zu Haftstrafen verurteilt.

Quelle: n-tv.de, sro/AFP

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