Politik

Überschattet von DrohgebärdenChinas Staatschef Xi reist erstmals seit 2019 nach Nordkorea

05.06.2026, 09:49 Uhr
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Xi Jinping hatte im September vergangenen Jahres in Peking für Kim Jong Un den roten Teppich ausgerollt. (Foto: picture alliance/dpa/XinHua)

Kommende Woche besucht Xi Jinping das international isolierte Nordkorea. Erst vor wenigen Tagen fordert der dortige Machthaber Kim Jong Un einen "exponentiellen" Ausbau des Atomwaffenarsenals. Experten zufolge will Peking mit der Reise einer Entwicklung entgegentreten.

Erstmals seit Jahren wird Chinas Staatschef Xi Jinping Anfang kommender Woche ins international weitgehend isolierte Nachbarland Nordkorea reisen. Wie die Staatsmedien beider Länder übereinstimmend bekanntgaben, ist der Besuch für Montag und Dienstag geplant. Es ist Xis erste Reise in das Nachbarland seit fast sieben Jahren. Über den Inhalt der geplanten Gespräche wurde vorab nichts bekannt.

Überschattet wird die Reise von neuen atomaren Drohgebärden: Erst in dieser Woche hatte Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un bei der Besichtigung einer neuen Anlage zur Produktion von Nuklearmaterial einen "exponentiellen" Ausbau des nordkoreanischen Atomwaffenarsenals gefordert.

Nordkorea und China sind enge politische Partner. Auf dem Papier gibt es sogar eine militärische Beistandserklärung - die einzige, die China mit einem anderen Land hat. Der Austausch zwischen beiden Staaten war während der Corona-Pandemie zum Erliegen gekommen. In der Folge hatte Kim die Beziehungen zu Moskau ausgebaut. Experten zufolge will China mit dem Besuch nun auch dem wachsenden russischen Einfluss in Nordkorea entgegentreten.

Der chinesische Staatschef hatte im September vergangenen Jahres in Peking für Kim den roten Teppich ausgerollt: Der nordkoreanische Staatschef und Kremlchef Wladimir Putin waren Ehrengäste bei einer großen Militärparade anlässlich des 80. Jahrestages der Kapitulation Japans zum Ende des Zweiten Weltkriegs.

Quelle: ntv.de, are/dpa/rts/AFP

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