Politik

Augstein & Blome auf Atomfahrt "Das ist Selbstmord aus Angst vor dem Tod"

Braucht es nach dem Ausstieg aus dem Ausstieg aus dem Ausstieg einen weiteren Kurswechsel in der Atompolitik? Ja, für den Klimaschutz, sagt Nikolaus Blome. Nein, wir sollten für den Übergang auf Gas setzen, sagt Jakob Augstein.

Im "Gegenverkehr" fahren RTL/ntv-Politikchef Nikolaus Blome und Publizist Jakob Augstein in dieser Woche zum Brandenburger Tor. Blome will dort "Kernkraft, ja bitte"-Aufkleber verteilen, er will, dass die Kernkraftwerke in Deutschland länger laufen, "um früher Kohlekraftwerke vom Netz zu nehmen, um die CO2-Bilanz zu senken".

Augstein ist nicht überzeugt. "Ich bin dafür, dass wir uns alle heute umbringen, weil wir morgen sowieso sterben werden", witzelt er. Diese Logik stehe hinter Blomes Vorschlag. "Sechs Kernkraftwerke laufen noch und das letzte soll Ende 2022 abgeschaltet werden - und Sie wollen die jetzt länger laufen lassen?"

Bundeskanzlerin Angela Merkel habe den von ihrer schwarz-gelben Regierung 2010 beschlossenen Ausstieg aus dem Atomausstieg von 2002 nach der Katastrophe von Fukushima 2011 in einem "hysterischen Anfall" rückgängig gemacht, befindet Blome. Augstein setzt auf Gas: "Man wird diese Gaskraftwerke länger laufen lassen müssen und mehr laufen lassen müssen und Putin noch mehr Geld geben, während man die Wirtschaft und die Gesellschaft klimaneutral umbaut."

Das Problem, das man sich durch eine Laufzeitverlängerung einhandele, "steht doch in keinem Verhältnis zum Nutzen", sagt Blome. "Wir kommen jetzt schon mit dem Atommüll nicht klar", entgegnet Augstein. Dann verfährt er sich und es kommt zu einer Laufzeitverlängerung bei der Anfahrt.

Aber sehen Sie selbst.

Quelle: ntv.de, hvo

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