Politik

Ex-Minister informiert CDU De Maizière kündigt Bundestags-Abschied an

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Thomas de Maizière will zur kommenden Bundestagswahl nicht mehr antreten.

(Foto: picture alliance/dpa)

Mehrere Jahre lang arbeitet Thomas de Maizière in der Bundesregierung von Kanzlerin Angela Merkel. Seit 2018 führt er lediglich sein Abgeordnetenmandat im Bundestag fort. Nach einer bewegten politischen Karriere kündigt der CDU-Politiker nun seinen Rückzug an.

Der ehemalige Bundesminister Thomas de Maizière hat angekündigt, seine parlamentarische Laufbahn im kommenden Jahr zu beenden. Auf der Vorstandssitzung des CDU-Kreisverbandes Meißen erklärte er, zur Bundestagswahl 2021 nicht wieder antreten zu wollen. Entsprechende Medienberichte bestätigte die Sachsen-CDU.

De Maizière sitzt seit 2009 als direkt gewählter Abgeordneter für den sächsischen Landkreis Meißen im Deutschen Bundestag. Wie der MDR unter Berufung auf ein Schreiben de Maizières an den Kreisverband berichtet, habe der 66-Jährige seinen Abschied bereits jetzt angekündigt, "damit die CDU im Wahlkreis in aller Ruhe eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger suchen kann". Demnach habe er die Entscheidung gemeinsam mit seiner Ehefrau getroffen.

Seine politische Laufbahn startete de Maizière 1990 als Kultusminister in Mecklenburg-Vorpommern. Nach mehreren Jahren im Nordosten wechselte der CDU-Politiker 1999 nach Sachsen, wo er unter anderem als Finanz-, Justiz- und Innenminister tätig war. Seitdem lebt der gebürtige Bonner de Maizière in Dresden.

Im Jahr 2005 gelang dem Cousin des letzten DDR-Ministerpräsidenten Lothar de Maizière der Aufstieg in die Bundesregierung von Kanzlerin Angela Merkel. Zunächst war er von 2005 bis 2011 Bundesminister für besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramts, ehe er ab 2011 für zwei Jahre das Verteidigungsministerium verantwortete. Von 2013 bis 2018 arbeitete er als Bundesinnenminister. In dieser Legislaturperiode erregte de Maizière unter anderem Aufsehen, als er Ende 2015 nach der Absage eines Fußball-Länderspiels wegen eines möglichen Terroranschlags auf eine Interviewfrage mit "ein Teil dieser Antworten würde die Bevölkerung verunsichern" antwortete.

Seit dem Antritt des vierten Bundeskabinetts von Kanzlerin Merkel beschränkt sich de Maizières politische Tätigkeit auf das Mandat als Bundestagsabgeordneter. Dies möchte er bis zum Ende der laufenden Wahlperiode ausfüllen, erklärte er nun vor dem CDU-Kreisvorstand.

Quelle: ntv.de, cri