Politik

Elf Menschen in Gewahrsam Demonstranten greifen Leipziger Moschee an

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Polizeieinsatzkräfte bei einer Demonstration in Leipzig.

(Foto: REUTERS)

In Leipzig wurde bei einer Demonstration eine Moschee angegriffen. Eingeworfene Fensterscheiben und beschädigte Einsatzwagen führen zu mehreren Festnahmen. Die Gruppe von 80 vermummten Angreifern stuft die Polizei als linksmotiviert ein.

Bei einer Demonstration im Osten des Leipziger Stadtgebiets hat es Ausschreitungen gegeben. Nach Angaben einer Polizeisprecherin zündeten Teilnehmer Mülltonnen an, beschädigten Autos und warfen auch Fensterscheiben an einer Moschee ein. Vier Fensterscheiben seien eingeschlagen worden. Darüber hinaus wurde ein Polizeiauto mit Steinen und Farbbeuteln beworfen sowie Pyrotechnik gezündet.

Die Einsatzkräfte ermittelten den Angaben zufolge mehrere mögliche Verdächtige. Nach ersten Erkenntnissen sei die Moschee im Zusammenhang mit einem Aufzug von etwa 80 vermummten Menschen beschädigt worden, die die Polizei als linksmotivierte Gruppe einordnete. Entlang der nahe gelegenen Eisenbahnstraße im Ortsteil Volkmarsdorf hätte die Gruppe auch Mülleimer angezündet. Die Polizei nahm elf Menschen in Gewahrsam. Der Sachschaden rund um die Moschee und die Eisenbahnstraße wird auf rund 30.000 Euro geschätzt.

In Leipzig und Umgebung gab es laut Polizei auch wieder Protestaktionen von Gegnern der Kampagnen zur Eindämmung der Coronapandemie, die abends in kleineren Gruppen an verschiedenen Orten im Stadtgebiet unterwegs waren. Kundgebungen gab es aber nicht, Zwischenfälle blieben aus. Die Polizei ermittelt wegen besonders schweren Landfriedensbruchs.

Quelle: ntv.de, smu/dpa/AFP

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