Politik

Türkei liefert neue Drohnen Deutsche Waffen an Ukraine übergeben

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1000 Panzerfaust 3 hat Deutschland an die Ukraine geliefert.

(Foto: picture alliance / photothek)

Nach intensiver Debatte und reichlich Druck hat sich Deutschland zu Waffenlieferungen an die Ukraine entschlossen. Nun sind die 1000 Panzerfäuste und 500 Boden-Luft-Raketen übergeben. Und auch aus anderer Quelle hat die Ukraine neue Hilfe erhalten.

Die von Deutschland bereitgestellten Waffen für die Ukraine sind übergeben worden. Das verlautete aus Regierungskreisen in Berlin. Am Samstag hatte die Bundesregierung angekündigt, die ukrainischen Streitkräfte mit 1000 Panzerabwehrwaffen sowie 500 Boden-Luft-Raketen vom Typ "Stinger" unterstützen zu wollen. Früheren Angaben des Reservistenverbandes zufolge sollten die Waffen bis an die polnisch-ukrainische Grenze geliefert werden. Dort würden sie von ukrainischen Logistikern abgeholt.

Mit der 13 Kilogramm schweren Waffe können Soldaten Ziele in 300 bis 400 Metern Entfernung treffen. Je nach Munition kann damit 70 Zentimeter dicker Panzerstahl oder 24 Zentimeter dicker Stahlbeton zum Beispiel in Bunkeranlagen durchschlagen werden.

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Die Türkei lieferte neue Drohnen vom Typ Bayraktar TB2.

(Foto: picture alliance / Photoshot)

Derweil hat die Türkei nach ukrainischen Angaben weitere ihrer Kampfdrohnen in das von Russland angegriffene Land geliefert. "In der Ukraine ist eine neue Partie Bayraktar TB2 eingetroffen", twitterte das ukrainische Verteidigungsministerium. "Sie sind bereits jetzt für den Kampfeinsatz bereit." Es fügte hinzu: "Die Bayraktar TB2 sind wie Erdhörnchen. Ihr seht es nicht, doch es ist da!"

In Richtung Türkei hieß es: "Sind unseren Partnern unendlich dankbar!" Die Türkei teilte vorerst nichts dazu mit. Auch die genaue Anzahl der gelieferten Drohnen war vorerst nicht klar.

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Bereits in der Vergangenheit war die Ukraine Abnehmer der türkischen Kampfdrohnen und hatte bis zu Beginn des Krieges zwölf Stück erhalten - zum Ärger Russlands. Kiew und Ankara hatten sich außerdem darauf geeinigt, die Kampfdrohnen künftig auch in der Ukraine zu produzieren.

Russland hat seit Beginn des Angriffs mehrmals vermeldet, auch ukrainische Kampfdrohnen abgeschossen zu haben. Die Ukraine macht keine Angaben über eigene Verluste. Das Nato-Mitglied Türkei unterhält sowohl enge Beziehungen zur Ukraine als auch zu Russland und hat im Zuge des Krieges nun wiederholt betont, keinen der beiden Partner aufgeben zu wollen.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa

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