Kampf gegen russische BedrohungDeutsche leitet künftig EU-Sicherheitsmission in der Ukraine

Über 20 Jahre lang sammelt Cornelia Taylor Erfahrungen in der Leitung komplexer Sicherheitseinsätze. Jetzt ernennt die EU sie zur neuen Chefin einer Mission in der Ukraine. Das ist über die deutsche Juristin bekannt.
Eine Deutsche wird neue Chefin der EU-Mission zur Unterstützung des zivilen Sicherheitssektors in der Ukraine. Die Juristin Cornelia Taylor trete den Posten zum 1. Juli an, teilte die Vertretung der EU-Mitgliedstaaten in Brüssel mit. Taylor sei unter anderem wegen ihrer mehr als 20-jährigen Erfahrung in der Leitung komplexer Kriseneinsätze ausgewählt worden.
Demnach arbeitete Taylor bereits in Führungspositionen bei UN- und EU-Missionen im Kosovo, in der Demokratischen Republik Kongo und in Afghanistan. Zuletzt war sie stellvertretende Leiterin der OSZE-Mission im Kosovo. Von September 2024 bis Mai 2025 leitete sie die Mission und mit ihr 490 Mitarbeiter.
Im vergangenen Jahr wurde Taylor für ihre Verdienste im Rahmen von internationalen Friedens- und Auslandseinsätzen ausgezeichnet. Während ihrer gesamten Karriere setzte sie sich zudem für Selbstbestimmung und Teilhabe von Frauen sowie Mädchen ein. Beispielsweise unterstützte sie die "School of Leadership Afghanistan" (SOLA) spielte eine maßgebliche Rolle bei der Gründung der Nichtregierungsorganisation "Free to Run". Deren Ziel ist es, durch Outdoor-Sportarten neue Räume für Empowerment und Gemeinschaft zu schaffen. Auf der Plattform Linkedin schreibt sie über sich selbst, sie reizten Aufgaben, die "operative Führung mit werteorientierter Wirkung verbinden".
EU-Mission nimmt auch hybride Bedrohung ins Visier
Die EU-Mission EUAM Ukraine war 2014 zur Unterstützung des Landes bei Reformen eingerichtet worden und beschäftigt mittlerweile mehr als 400 internationale und lokale Mitarbeiter. Derzeit hilft sie den ukrainischen Behörden auch bei der Strafverfolgung von Verbrechen im Zusammenhang mit Russlands Angriffskrieg, beim Grenzmanagement, der Bekämpfung hybrider Bedrohungen und bei der Wiedereingliederung von Kriegsveteranen.
EUAM Ukraine verfügt über Außenstellen in Kiew, Lwiw und Odessa sowie über eine mobile Einheit. Außenstellen in Charkiw und Mariupol sind derzeit wegen der Sicherheitslage beziehungsweise russischer Besatzung nicht einsatzfähig.