Politik

Mehr als 21.000 Neuzugänge Die Grünen feiern neuen Mitglieder-Boom

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Grünen-Chef Robert Habeck hat gut lachen: Im letzten Jahr ist sein Partei enorm gewachsen.

(Foto: dpa)

Nicht erst seit den Bürgerschaftswahlen in Hamburg ist sicher: Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind die Themen der Zukunft. Die Grünen profitieren davon und freuen sich über den Zulauf an neuen Mitgliedern. Die Partei wird dadurch weiblicher, ostdeutscher und auch jünger.

Die Grünen haben 2019 viele neue Mitglieder dazugewonnen. "Im vergangenen Jahr ist unsere Mitgliederzahl um 21.176 auf 96.487 gestiegen - ein Zuwachs um gut 28 Prozent", sagte Bundesgeschäftsführer Michael Kellner den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Die Angst vor dem Auseinanderbrechen der Demokratie hat sicher viele bewegt, ein Zeichen zu setzen und sich politisch zu engagieren", sagte er.

Die Partei sei durch den Zustrom neuer Mitglieder weiblicher, ostdeutscher und jünger geworden, erklärte Kellner. Rund 40 Prozent der Neumitglieder sind seinen Angaben zufolge zwischen 16 und 35 Jahre alt. "Unseren Frauenanteil haben wir von 40,5 auf 41,0 Prozent leicht erhöht - der beste Wert aller Parteien", sagte er.

Zu CDU und SPD sieht Kellner noch einen gehörigen Abstand. "CDU und SPD haben mit über 400.000 immer noch vier Mal so viele Mitglieder wie wir. Deren Wahletats sind nach wie vor mehr als doppelt so groß wie unsere. Das müssen wir mit Schnelligkeit, Gewitztheit und den richtigen Themen wettmachen."

Bei der ersten großen Wahlentscheidung des Jahres - der Bürgerschaftswahl in Hamburg - waren die Grünen in der traditionell sozialdemokratisch geprägten Hansestadt zur zweitstärksten Kraft aufgestiegen. Im Landesparlament an der Elbe stellen die Grünen künftig mehr als doppelt so viele Abgeordnete wie die Christdemokraten - und nur 21 Landesparlamentarier weniger als die SPD.

Quelle: ntv.de, mba/dpa