Politik

Der Russland-Bericht ist fertig Die zentralen Akteure von Muellers Ermittlungen

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Trump bei einem Wahlkampfauftritt im Juli 2018.

(Foto: dpa)

Noch ist nicht bekannt, was im Bericht von US-Sonderermittler Mueller steht. Aber klar ist: Infolge seiner Arbeit wurden sechs Personen aus Trumps Umfeld vor Gericht gestellt. Unsere Grafik zeigt die wichtigsten Akteure der Ermittlungen.

Fast zwei Jahre nach Beginn seiner Arbeit hat US-Sonderermittler Robert Mueller am Freitag den Abschlussbericht seiner Russland-Ermittlungen vorgelegt. Der Bericht war mit Spannung erwartet worden: Schließlich geht es um nichts weniger als die Frage, ob Donald Trump mit einer ausländischen Macht kooperiert hat, um Präsident zu werden.

Das war der Kern von Muellers Auftrag: zu prüfen, ob es geheime Absprachen zwischen Trumps Wahlkampfteam und Vertretern der russischen Regierung gab. Aber Mueller durfte auch andere Vergehen untersuchen, auf die er bei seinen Ermittlungen stieß.

Öffentlich ist über die Ergebnisse der Mueller-Ermittlungen bislang nichts bekannt: Der Bericht liegt Justizminister Bill Barr vor; in den USA ist der Justizminister zugleich der oberste Chefankläger. Barr hat zugesichert, er werde - möglicherweise bereits an diesem Wochenende - eine Erklärung abgeben und die "wichtigsten Schlussfolgerungen" mitteilen.

Bereits in den vergangenen zwei Jahren wurden zahlreiche Indizien bekannt. Dabei wurde deutlich: Im Wahlkampf gab es durchaus die Bereitschaft in Trumps engstem Umfeld, mit der russischen Regierung zu kooperieren. Und Kontakte gab es auch. Die erste Grafik unten zeigt die wichtigsten Akteure. Die zweite Grafik visualisiert darüber hinaus ihre Verflechtungen.

Infolge von Muellers Ermittlungen wurden bereits sechs Personen aus Trumps Umfeld angeklagt, fünf davon wurden verurteilt oder bekannten sich schuldig. Anklagen wegen Landesverrats oder dergleichen waren allerdings nicht dabei. Trumps kurzzeitiger Sicherheitsberater Michael Flynn beispielsweise wurde angeklagt, weil er das FBI über Kontakte zum damaligen russischen Botschafter Sergei Kisljak belogen hatte. Er bekannte sich der Falschaussage schuldig, das Urteil gegen ihn steht noch aus.

Quelle: n-tv.de