Politik

Merz: Angriff auf GesellschaftDobrindt bietet Berliner Ermittlern Hilfe des Bundes an

26.07.2026, 09:12 Uhr
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Polizisten am Morgen am Tatfahrzeug. (Foto: REUTERS)

Der Kanzler spricht nach der Todesfahrt beim CSD in Berlin von einem Angriff auf unsere Gesellschaft. Merz steht in engstem Kontakt mit seinem Innenminister. Dobrindt verspricht, alles für eine schnelle Aufklärung zu tun.

Nach dem tödlichen Anschlag auf den Christopher Street Day (CSD) in Berlin hat Bundesinnenminister Alexander Dobrindt den Landesbehörden Unterstützung angeboten. Das teilte ein Sprecher der Bundesregierung mit. Bundeskanzler Friedrich Merz wurde demnach unmittelbar nach der Tat informiert.

Die Bundesanwaltschaft steht mit den Ermittlungsbehörden vor Ort in Kontakt, wie eine Sprecherin der Behörde sagte. Der Generalbundesanwalt hat die Ermittlungen aber bislang nicht übernommen. Die Bundesanwaltschaft ist die oberste Anklagebehörde in Deutschland und kann unter anderem Fälle von islamistisch motiviertem Terrorismus übernehmen oder Fälle mit besonderer Bedeutung an sich ziehen. Der verdächtige Abdul B. soll Ermittlerkreisen zufolge Verbindungen zur Terrorvereinigung "Islamischer Staat" (IS) haben.

"Was für eine abscheuliche Tat in Berlin", schrieb Merz auf X. "Hunderttausende Menschen aus aller Welt feierten friedlich beim Christopher Street Day. Sie wollten, dass wir gut und tolerant miteinander umgehen. Das ist ein Angriff auf unsere Gesellschaft."

Nach Angaben des Regierungssprechers steht Merz mit Dobrindt in engstem Kontakt und wird von den Sicherheitsbehörden fortlaufend unterrichtet. Der Bundesinnenminister sei im ständigen Austausch mit den Behörden des Landes Berlin.

"Diese feige, abscheuliche Attacke auf friedlich feiernde Menschen erschüttert mich zutiefst", erklärte Dobrindt. "Meine Gedanken sind bei den Opfern, ihren Angehörigen und allen, die diese Tat miterleben mussten." Der CSU-Politiker dankte den Einsatzkräften. "Wir werden alles daransetzen, diese schreckliche Tat und ihre Hintergründe schnell aufzuklären und zu ahnden."

Auch Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner hatte am Samstagabend mitgeteilt: "Es ist ein Angriff auf unsere freie und weltoffene Gesellschaft - nach einem friedlichen und bunten CSD wurde die Versammlung für ein tolerantes und friedliches Berlin auf brutalste Art attackiert." Der CDU-Politiker war am Abend vor Ort. "Berlin ist die Stadt der Freiheit - und unsere Freiheit ist heute aufs Schrecklichste angegriffen worden."

Der Tiergarten am Tatort ist Berlins "grüne Lunge", ein großer Park, der seit jeher auch ein Treffpunkt für die queere Community ist. Die Demonstration zum CSD führte durch die Stadt zur bekannten Siegessäule.

Quelle: ntv.de, chl/dpa

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