Politik

Nach Tiefschlag auf ParteitagDorothee Bär berichtet von Söder-Entschuldigung

19.01.2026, 02:42 Uhr
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Bär kennt Söder und weiß: Er stichelt gern. (Foto: picture alliance / SvenSimon)

Beim Parteitag im Dezember düpiert CSU-Chef Söder seine Parteifreundin Bär: Man erwarte von der Bundesministerin nicht viel, aber sie möge viel Geld nach Bayern holen, sagt er vor großem Publikum. Bär hat ihm die Demütigung offenbar schnell verziehen.

Forschungsministerin Dorothee Bär stellt die Debatte um die Worte von CSU-Parteichef Söder über sie als Space-Ministerin als übertrieben dar. "Markus Söder und ich kennen und schätzen uns schon seit weit über 30 Jahren", sagte Söders Parteifreundin der "Süddeutschen Zeitung". "Ich wusste schon, während er es gesagt hat, dass er es nicht so meint. Er hat sich mittlerweile mehrfach dafür entschuldigt. Und jetzt ist auch mal wieder gut."

Söder hatte beim CSU-Parteitag im Dezember in München in einer Rede gesagt, er erwarte nicht viel von Bär. Wörtlich sagte er: "Und jetzt haben wir auch ein Ministerium, und die Doro ist unsere Space-Ministerin, das freut mich ganz besonders. Danke auch für deine Arbeit an der Stelle." Danach folgten Sätze, die vielfach als demütigend oder fies interpretiert wurden. "Keine Frage, wir erwarten uns nicht viel von dir, aber viel Geld nach Bayern, liebe Doro, hä hä, das wäre schön", sagte Söder in Richtung der Ministerin. Die saß neben dem zuvor von Söder mit viel mehr Worten gelobten Bundesinnenminister Alexander Dobrindt und lächelte über die demütigende Stichelei hinweg.

Die 47-jährige Bär ist seit Mai 2025 Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt. Beim Parteitag wurde sie am 12. Dezember mit 74,6 Prozent - dem schlechtesten Ergebnis aller fünf Kandidaten - als Partei-Vize bestätigt. Söder wurde mit 83,6 Prozent der Delegiertenstimmen als Parteivorsitzender wiedergewählt. Es war sein schlechtestes Ergebnis überhaupt, seit er 2019 Parteichef ist.

Quelle: ntv.de, ino/dpa

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