Politik

Verliert Union 29 Wahlkreise? Drei CDU-Minister bangen um Direktmandat

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Die Union könnte fast 30 Direktmandate bei der Bundestagswahl verlieren.

(Foto: imago images/Revierfoto)

Nicht nur für Kanzlerkandidat Laschet sind die schlechten Umfragewerte der Union ein Problem. Auch für prominente CDU-Politiker könnte es im eigenen Wahlkreis deutlich knapper werden, als sie es sich wohl erhoffen. Einem Bericht zufolge droht der Verlust von Dutzenden Direktmandaten.

Mehrere prominente Politikerinnen und Politiker der CDU müssen einem Bericht zufolge bei der Bundestagswahl um ihre Direktmandate zittern. Unter anderem liegen Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer, Wirtschaftsminister Peter Altmaier und Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner in ihren Wahlkreisen in aktuellen Projektionen nicht auf Platz eins, wie die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" berichtet. Sie beruft sich auf Datenerhebungen der Analysefirmen Wahlkreisprognose und Election.

Betroffen seien auch CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak, Kulturstaatsministerin Monika Grütters, die Integrationsbeauftragte Annette Widmann-Mauz, der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Mathias Middelberg, und der CDU-Spitzenkandidat in Mecklenburg-Vorpommern, Philipp Amthor, schrieb die Zeitung weiter. Grund sei die allgemeine Schwäche der Union in den Umfragen. Im aktuellen RTL/ntv-Trendbarometer liegt sie mit 21 Prozent auf dem zweiten Platz hinter der SPD (25 Prozent).

Die meisten prominenten Unionspolitiker seien allerdings über ihre Landeslisten abgesichert, schrieb die Zeitung. Sie würden damit auch ohne Direktmandat in den Bundestag einziehen.

Auch mehrere CDU-Politiker, die sich erstmals für den Bundestag bewerben, würden nach den Projektionen kein Direktmandat gewinnen. Dazu gehörten der Vorsitzende der Jungen Union, Tilman Kuban, der frühere Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen und CDU-Bundesvorstandsmitglied Serap Güler.

Insgesamt verlieren CDU und CSU der Analysefirma Election zufolge 29 Direktmandate mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens 85 Prozent, wie die "FAS" weiter berichtete. Die meisten davon gingen an die SPD, in Baden-Württemberg einige an die Grünen, in Sachsen an die AfD. Bei dutzenden weiteren Mandaten bestehe ebenfalls die Gefahr des Verlustes, aber mit geringerer Wahrscheinlichkeit.

Quelle: ntv.de, ses/AFP

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