Politik

Drohungen aus TeheranIran: Straße von Hormus wird nicht zu Vorkriegszustand zurückkehren

17.03.2026, 21:55 Uhr
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11-03-2026-Vereinigte-Arabische-Emirate-Khor-Fakkan-Oeltanker-und-Frachtschiffe-reihen-sich-in-der-Strasse-von-Hormus-auf-gesehen-von-Khor-Fakkan
Schiffe befreundeter Staaten attackiert das iranische Militär nicht. (Foto: dpa)

Die Straße von Hormus ist das größte Drohmittel, das der Iran gegenüber dem Westen und seinen Verbündeten hat. Nun will Teheran den Schiffsverkehr dort dauerhaft verändern. Was damit genau gemeint ist, bleibt allerdings unklar.

Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf hat dauerhafte Veränderungen für den Schiffsverkehr in der für den weltweiten Öl- und Gashandel wichtigen Straße von Hormus angekündigt. "Die Situation in der Straße von Hormus wird nicht zu ihrem Vorkriegszustand zurückkehren", erklärte er auf Englisch in Onlinenetzwerken.

Seit Beginn des Iran-Krieges am 28. Februar ist die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, durch das iranische Militär de facto gesperrt. Die Meerenge zwischen der Arabischen Halbinsel und dem Iran wird von den iranischen Revolutionsgarden kontrolliert. Zudem beschoss der Iran Ölanlagen in mehreren Ländern der Golfregion sowie Öltanker. Diese Entwicklungen ließen die Öl- und Gaspreise in die Höhe schnellen.

Einer Datenauswertung vom Dienstag zufolge lässt der Iran allerdings einzelne Schiffe verbündeter Länder durch die Straße von Hormus fahren. Mindestens fünf Schiffe hätten die Straße von Hormus am Sonntag und Montag über iranische Gewässer verlassen, erklärte das Unternehmen Windward, das weltweit Schiffsbewegungen beobachtet.

Der Irak erklärte unterdessen, mit dem Iran im Kontakt zu stehen, um die Durchfahrt einiger seiner Öltanker durch die Straße von Hormus zu ermöglichen. Dazu müssten den Iranern die Identität dieser Schiffe, ihre Namen und ihre Zugehörigkeit übermittelt werden, sagte der irakische Ölminister. Ölverkäufe machen 90 Prozent der Haushaltseinnahmen des Irak aus.

Quelle: ntv.de, rog/AFP

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