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Petition gegen Mays Kurs Eine Million Briten fordern Exit vom Brexit

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Hunderttausende Briten haben den seit Monaten andauernden Streit über den Brexit offenbar satt: Sie wollen einen Exit vom Brexit.

(Foto: picture alliance/dpa)

"Widerruft Artikel 50 und bleibt in der EU" fordert eine Petition die britische Regierung auf. Innerhalb kürzester Zeit unterzeichnen sie Hunderttausende Briten. Sie wollen Premierministerin May damit den "wahren" Willen des Volkes zeigen und bekommen prominente Unterstützung.

Viele Briten scheinen inzwischen das Gezerre um den EU-Austritt satt zu haben. Mehr als eine Million Menschen unterzeichneten eine ans Unterhaus gerichtete Online-Petition, in der gefordert wird, den Brexit einfach abzusagen und in der Europäischen Union zu bleiben. Zeitweise war die Webseite Medienberichten zufolge wegen des Ansturms nicht zu erreichen.

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"Die Regierung behauptet immer wieder, der Austritt aus der EU wäre der 'Wille des Volkes'", heißt es in dem Petitionstext. Dem müsse ein Ende bereitet werden, indem die Stärke der öffentlichen Unterstützung für einen Verbleib deutlich gemacht werde. Das Parlament muss den Inhalt jeder Petition mit mehr als 100.000 Unterzeichnern für eine Debatte berücksichtigen.

Zu den Unterzeichnern gehören auch einige Prominente, unter anderen Schauspieler Hugh Grant. "Ich habe unterschrieben", twittere der Brite, "und es sieht so aus, als würde jeder gesunde Mensch im Land auch unterschreiben. Nationaler Notstand. Zieht Artikel 50 zurück und lasst uns in der EU bleiben." Auch die britische Sängerin Annie Lennox setzte ihren Namen unter die Petition.

Brüssel beratschlagt über Verlängerung

Großbritannien kann die Erklärung zum EU-Austritt theoretisch einseitig zurückziehen. Den Weg hat der Europäische Gerichtshof in einem Urteil im Dezember bestätigt. Das Land bliebe dann wie bisher Mitglied der EU. Ein weiterer Austrittsantrag wäre damit nicht ausgeschlossen.

Trotzdem gilt es als äußerst unwahrscheinlich, dass es dazu kommt. Beim Referendum über den EU-Austritt im Jahr 2016 stimmten 17,4 Millionen Briten für den Brexit. Kaum ein britischer Politiker will sich über das damalige Mehrheitsvotum hinwegsetzen, ohne nicht zumindest eine zweite Volksabstimmung abzuhalten. Das Land sollte eigentlich am 29. März aus der EU austreten, doch London hat in Brüssel inzwischen eine Verlängerung der Austrittsfrist beantragt, über die beim EU-Gipfel am heutigen Donnerstag in Brüssel beraten werden soll.

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Quelle: n-tv.de, hny/dpa

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