Politik

Verfallsdatum von Gift naht Erneut Todesstrafe in Arkansas vollstreckt

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Williams, der bereits eine lebenslange Haftstrafe wegen Mordes verbüßte, war 1999 aus dem Gefängnis ausgebrochen und hatte einen Mann erschossen.

(Foto: AP)

Die Todeswelle im US-Bundesstaat Arkansas geht trotz Protesten unvermindert weiter. Gouverneur Hutchinson ist entschlossen, das gelagerte Gift Midazolam vor seinem Ablauf zu nutzen. In der Nacht wird es einem verurteilten Mörder verabreicht.

Der US-Bundesstaat Arkansas hat den vierten Häftling binnen acht Tagen hinrichten lassen. Der verurteilte Mörder Kenneth Williams sei am Abend durch die Giftspritze getötet worden, teilte die Generalstaatsanwältin von Arkansas, Leslie Rutledge, mit. Versuche seiner Anwälte, in letzter Minute einen gerichtlichen Aufschub zu bekommen, waren zuvor gescheitert.

Der republikanische Gouverneur von Arkansas, Asa Hutchinson, wollte ursprünglich binnen elf Tagen acht Häftlinge hinrichten lassen, weil das Haltbarkeitsdatum des bei Giftinjektionen verwendeten Mittels Midazolam abläuft. Hutchinson hatte deshalb per Dekret die größte Hinrichtungswelle in den USA seit 40 Jahren angeordnet. Vier der geplanten Exekutionen wurden aber von Gerichten gestoppt.

Ein erster Häftling war am Donnerstag vergangener Woche per Giftspritze getötet worden, am Montag wurden sogar zwei Häftlinge am selben Tag hingerichtet. Williams' Hinrichtung war die letzte der geplanten Exekutionen. In Arkansas hatte es zuvor seit 2005 keine Hinrichtungen gegeben. Die geplanten "Fließband"-Hinrichtungen hatten weltweit für Kritik und Proteste gesorgt.

Quelle: ntv.de, shu/AFP/dpa