Alle ermittelten gegen TrumpFBI-Agenten klagen gegen Entlassung wegen "politischer Vergeltung"

Neun FBI-Mitarbeiter ermitteln zur Dokumentenaffäre von Trump und werden nach dessen Rückkehr ins Weiße Haus entlassen. Die Ex-Beamten sprechen von persönlicher Rache des Präsidenten - und gehen juristisch dagegen vor.
Neun im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen US-Präsident Donald Trump entlassene Mitarbeiter der Bundespolizei FBI verlangen ihre Wiedereinstellung. In ihrer bei einem Gericht in Washington eingereichten Klage bezeichnen sie ihren Rauswurf als "politische Vergeltung".
Den neun Agenten und Analysten waren im Februar von FBI-Direktor Kash Patel entlassen worden. Patel hatte in einer Anhörung vor dem Kongress erklärt, die entlassenen Mitarbeiter hätten das FBI "als Waffe eingesetzt", und dass Kündigungen bei der Behörde auf interne Ermittlungen zurückzuführen seien, bei denen unangemessenes Verhalten festgestellt worden sei. Die Agenten bestreiten diese Behauptung jedoch in der Klage und weisen darauf hin, dass sie ohne jegliche Untersuchung, Vorankündigung oder Anhörung entlassen worden seien. Sie erklärten, dass sie zusammen auf mehr als ein Jahrhundert herausragender und unpolitischer Tätigkeit beim FBI zurückblicken könnten, darunter den Einsatz nach dem Bombenanschlag beim Boston-Marathon, die Befreiung von Geiseln und die Ermittlungen zum Attentatsversuch auf Trump im Jahr 2024.
Die Agenten waren an den Ermittlungen gegen Trump wegen der Lagerung geheimer Dokumente in seiner Privatresidenz Mar-a-Lago in Florida beteiligt. Die Ermittlungen zu der Dokumentenaffäre sowie ein weiteres Strafverfahren gegen Trump wegen mutmaßlicher Wahlmanipulation im Jahr 2020 wurden nach Trumps Sieg bei der Präsidentschaftswahl 2024 eingestellt.
Sie seien "unrechtmäßig entlassen" worden, hieß es in der Klage der FBI-Mitarbeiter. Es habe "keinen legitimen Grund" dafür gegeben, sondern es sei nur darum gegangen, "die persönliche Rache des Präsidenten zu befriedigen". Die Regierung sieht sich auch mit weiteren Klagen von entlassenen FBI-Agenten gegen ihre Kündigung konfrontiert.
