Politik

Uneinigkeit unter Ampel-Parteien FDP ist gegen strikt paritätisches Kabinett

Marie-Agnes Strack-Zimmermann spricht auf einem Parteitag. Foto: Britta Pedersen/zb/dpa

FDP-Vorstandsmitglied Strack-Zimmermann will nach fachlicher Kompetenz entscheiden.

(Foto: Britta Pedersen/zb/dpa)

Es ist ein Wahlkampfversprechen von SPD-Kanzlerkandidat Scholz: Das nächste Bundeskabinett soll gleichermaßen mit Frauen und Männern besetzt werden. Führende FDP-Politiker halten eine strikte Quotenregelung für die falsche Idee.

Die Idee einer strikt paritätischen Besetzung des neuen Bundeskabinetts stößt bei führenden Vertretern der FDP auf Ablehnung. "Wenn man die gesellschaftliche Realität im Kabinett abbilden möchte, macht es natürlich Sinn, Minister und Ministerinnen gleichermaßen im Kabinett zu haben. Aber zuallererst muss die fachliche Kompetenz eine Rolle spielen, dann die Zugehörigkeit zu einem Geschlecht", sagte FDP-Vorstandsmitglied Marie-Agnes Strack-Zimmermann den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Im Wahlkampf hatte SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz versprochen, das neue Kabinett paritätisch zu besetzen.

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Der Vize-Parteivorsitzende Wolfgang Kubicki bezeichnete "starre Quotenregelungen" als "kontraproduktiv, weil sie Menschen auf äußere Merkmale reduzieren". Bei der Besetzung von Kabinettsposten sollte "immer die Qualifikation und die Fähigkeit, ein Ministerium zu führen, eine Hauptrolle spielen", erklärte er. Es sei deshalb "auch möglich, dass im Kabinett mehr Frauen als Männer sitzen".

Als letzte der drei Parteien will am heutigen Montag die FDP über die Aufnahme von Koalitionsgesprächen für eine neue deutsche Regierung entscheiden. Parteichef Christian Lindner rechnet fest mit Zustimmung - und mit der Bildung der ersten Ampel-Koalition auf Bundesebene. "Scheitern ist hier keine Option", sagte Lindner im ZDF. "Wir brauchen eine stabile Regierung in Deutschland. Sie sollte auch schnell gebildet werden."

Quelle: ntv.de, mbe/AFP/dpa

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