"Finde das recht nett"Trump legt mit weiterem Jesus-Bild nach

Donald Trump teilt gegen Papst Leo XIV. aus und provoziert mit einem Bild von sich als Jesus. Dafür wird der US-Präsident massiv kritisiert. Doch er zeigt sich unbeeindruckt und teilt nun ein neues Bild, das ihm weiteren Ärger einbringen dürfte.
Nach der massiven Kritik an Donald Trump für seine Darstellung als Jesus in den sozialen Medien hat der US-Präsident nachgelegt. Auf seiner Plattform Truth Social teilte er ein von einem anderen Internet-Nutzer generiertes Bild, das ihn diesmal Seite an Seite mit Jesus Christus zeigt, der ihn umarmt. "Die wahnsinnige, radikale Linke dürfte das nicht mögen, aber ich finde das recht nett", schrieb Trump.
In weiteren, in kurzem Abstand nacheinander veröffentlichten Posts schrieb er, Chinas Präsident Xi Jinping werde sich bei ihm mit einer Umarmung für die Öffnung der Straße von Hormus bedanken, und teilte einen kritischen Artikel über die Verteidigungspolitik des britischen Premierministers Keir Starmer. Außerdem ärgerte er sich darüber, dass der frühere US-Präsident Barack Obama auf Titelseiten von Zeitschriften mit Heiligenschein dargestellt worden sei, ohne dass es eine Welle der Empörung gegeben habe. Abgerundet wurde der Reigen der Posts von einer längeren Ausführung über die anstehende Verlängerung eines Gesetzes zu den Befugnissen der Geheimdienste im US-Repräsentantenhaus.
Zuletzt hatte es harsche Kritik an Trump für sein Selbstbildnis als Jesus gegeben. Am Sonntagabend war auf Trumps Profil auf der Plattform Truth Social ein Bild veröffentlicht worden, das ihn als Jesus zeigt - kurz nach einem Disput mit Papst Leo XIV. Darauf war der US-Präsident zu sehen, wie er einem liegenden Mann die Hand auflegt. Um Trump herum blicken unter anderem ein Soldat und eine Krankenschwester zu ihm auf. Auch die US-Flagge, die Freiheitsstatue und ein Adler als Wappentier der Vereinigten Staaten sind zu sehen. Mittlerweile ist der entsprechende Beitrag samt Bild gelöscht. Trump erklärte später, seiner Meinung nach sei er in dem Bild als "Arzt" zu sehen gewesen.
Trump attackiert den Papst
Papst Leo XIV. hatte am Samstag angesichts des Iran-Kriegs zu Frieden in der Welt aufgerufen und die "sinnlose und unmenschliche Gewalt" im Nahen Osten verurteilt. Vor Gläubigen im Petersdom sagte er: "Genug des Krieges!"
Trump reagierte darauf mit heftiger Kritik und warf dem Papst vor, sich mit einem Land gemein zu machen, das nach Atomwaffen strebe. Zudem beanspruchte Trump wahrheitswidrig das Verdienst für dessen Wahl für sich. Leo XIV. sei nur gewählt worden, weil er Amerikaner sei und der Vatikan so das Verhältnis zum US-Präsidenten habe verbessern wollen. Ohne ihn im Weißen Haus wäre Leo nicht im Vatikan, behauptete Trump.
Leo XIV. zeigte sich davon unbeeindruckt und erklärte, es sei seine "moralische Pflicht", sich gegen den Krieg auszusprechen. Trump wiederum bekräftigte, sich nicht entschuldigen zu wollen, und nannte den Papst "sehr schwach".