Politik

Medevac-Airbus der Bundeswehr "Fliegendes Krankenhaus" evakuiert Ukrainer

266519542.jpg

Der A310 Medevac der Luftwaffe hatte noch Ende vergangenen Jahres Corona-Patienten befördert.

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Die deutsche Luftwaffe startet eine neue Unterstützungsmaßnahme für die Ukraine und schickt erstmals einen zum Krankenhaus umgerüsteten Airbus ins südostpolnische Rzeszow. Kinder und Erwachsene sollen zur Behandlung nach Deutschland transportiert werden.

Erstmals seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine hat die Bundeswehr ihr "fliegendes Krankenhaus" zur Evakuierung von kriegsverletzten Ukrainern eingesetzt. Ein Medevac-Airbus A310 der Luftwaffe flog von Köln-Wahn aus ins südostpolnische Rzeszow, um von dort Kinder und Erwachsene zur Behandlung nach Deutschland zu bringen.

imago0100383718h.jpg

Eine Aufnahme aus dem Inneren des Flugzeugs (Archivbild).

(Foto: imago images/Jochen Eckel)

Die Maschine vom Typ Airbus 310 der Flugbereitschaft der Bundeswehr ist eine Art fliegendes Krankenhaus, um Verletzte von überall aus der Welt nach Deutschland zu bringen. Der Luftwaffenjet bietet Platz für bis zu sechs Intensivversorgungsmodule und bis zu 38 Liegeplätze für weniger schwer Verletzte oder aber maximal 56 Liegeplätze.

Die genaue Aufteilung kann je nach medizinischen Erfordernissen variiert werden. Bis zu 25 Ärzte, Intensivpfleger und Rettungsassistenten kümmern sich um die Patienten, die Ausstattung des sogenannten Medevac-Flugzeugs (Medical Evacuation) entspricht der von Kliniken.

Beatmungs- und Überwachungssysteme an Bord

Außer Systemen zur Beatmung, zur Überwachung von Kreislauffunktionen und zur Verabreichung von Infusionen befinden sich auch ein tragbares Ultraschallgerät, ein Apparat zur Blutgasanalyse sowie spezielle Heizdeckensysteme an Bord.

Der A310 steht ständig auf dem Flughafen Köln-Bonn bereit, um zu Rettungsmissionen zu starten. Ohne Nachtanken kann die Maschine bis zu 11.000 Kilometer fliegen. Nach einer Alarmierung werden etwa drei Stunden benötigt, um den Flug vorzubereiten und das speziell geschulte Personal aus dem gesamten Bundesgebiet zusammenzuziehen.

Neben der A310-Maschine verfügt die Bundeswehr zudem über mehrere A400M- und A319-Flugzeuge, die zu Intensivstationen umgerüstet werden können.

Quelle: ntv.de, mpe/AFP

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen