Politik

"Gewaltmonopol liegt beim Staat" Frankfurter OB droht Krawall-Touristen

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OB Peter Feldmann versucht zu verhindern, dass Frankfurt ein Ort für Gewalt-Tourismus wird.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach nächtlichen Ausschreitungen am Frankfurter Opernplatz bricht Oberbürgermeister Feldmann seinen Urlaub ab. Zusammen mit der Polizei will er ab sofort härtere Maßnahmen ergreifen, um eine Eskalation von Partynächten zu verhindern.

Der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann hat sich nach den Ausschreitungen am Opernplatz für ein entschiedenes Vorgehen ausgesprochen. "Das Gewaltmonopol liegt richtigerweise beim Staat. Wenn dies von einigen infrage gestellt wird, muss die Staatsmacht die Grenzen aufzeigen", sagt Feldmann in der "Bild"-Zeitung.

Der SPD-Politiker breche aufgrund der aktuellen Lage seinen Familienurlaub auf Zypern ab, um sich mit dem Polizeipräsidenten Gerhard Bereswill abzustimmen. Er sei dafür, lieber jetzt mehr Polizei-Präsenz zu haben, als später über zu wenig zu klagen. Frankfurt dürfe keine Stadt für Krawall-Tourismus werden. An diesem Wochenende müsse die Stadt zeigen, dass sie "kein Ort für Gewalt-Tourismus und der Opernplatz kein Platz für Randale" sei, sagte Feldmann. Die Krawallmacher und Gewalttäter hätten eine Grenze überschritten. Nun müsse ihnen gezeigt werden, dass "so etwas nicht mehr möglich ist".

Das Geschehen am Opernplatz sei nicht vorhersehbar gewesen. Zuvor seien Müllberge nach Partys das große Problem gewesen. Nachdem es vergangenes Wochenende zu Ausschreitungen gekommen war, darf in den Nächten auf kommenden Samstag und Sonntag der derzeitige Frankfurter Party-Hotspot Opernplatz ab Mitternacht nicht mehr betreten werden.

Polizei und Stadt wollen an diesem Donnerstag über Konsequenzen für friedlich Feiernde informieren. In der Nacht auf vergangenen Sonntag waren nach Polizeiangaben Einsatzkräfte aus der Menge mit Flaschen angegriffen worden. Mindestens fünf Beamte wurden demnach verletzt und mehrere Polizeifahrzeuge beschädigt. Polizisten nahmen 39 Menschen vorübergehend fest.

Quelle: ntv.de, hek/dpa