Politik

Astrazeneca nicht mehr für Junge Frankreich impft nur noch über 55-Jährige

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Seit dem Morgen wird auch in Frankreich wieder Astrazeneca verimpft.

(Foto: dpa)

Wegen seltener Fälle von Hirnthrombosen war auch in Frankreich ein Stopp für Astrazeneca-Impfdosen verhängt worden. Inzwischen laufen die Impfungen wieder - allerdings werden künftig nur noch Menschen über 55 Jahren damit immunisiert. Auch der Premier ist bald unter ihnen.

Frankreichs oberste Gesundheitsbehörde empfiehlt die Impfung mit Astrazeneca nach einem kurzzeitigen Impfstopp nur noch für Menschen im Alter von über 55 Jahren. Es gebe der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA zufolge ein mögliches erhöhtes Risiko für Hirnvenenthrombosen bei jüngeren Menschen, heißt es in einer Stellungnahme der französischen Gesundheitsbehörde. Jüngere Menschen, die zur aktuellen Impfgruppe gehören, sollten einen mRNA-Impfstoff erhalten.

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Die Behörde will sich bald dazu äußern, wie mit Menschen unter 55 Jahren verfahren werden soll, die bereits ihre erste Impfdosis von Astrazeneca erhalten haben und empfahl der Regierung zugleich, das Astrazeneca-Vakzin "unverzüglich" wieder zu verabreichen. Premierminister Jean Castex kündigte an, dass Frankreich ab sofort wieder mit dem Vakzin impfen wolle. Um Vertrauen zu wecken, will er sich am Nachmittag auch selbst impfen lassen. Castex ist 55 Jahre alt.

Impfungen mit dem Astrazeneca-Vakzin waren wegen mehrerer Thrombose-Fälle in Deutschland und anderen EU-Staaten ausgesetzt worden. Am Donnerstag bekräftigte die EMA jedoch ihre Einschätzung zur Sicherheit des Corona-Impfstoffs. Zugleich werde eine extra Warnung hinzugefügt vor möglichen seltenen Fällen von Blutgerinnseln (Thrombosen) in Hirnvenen.

Quelle: ntv.de, jug/dpa

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