Politik

Indonesien hat geladen Putin sagt G20-Teilnahme zu

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"Es ist auch wichtig, ihm ins Gesicht zu sagen, was wir von ihm halten", sagt von der Leyen über Putin.

(Foto: IMAGO/SNA)

Im November findet der G20-Gipfel in Indonesien statt. Russlands Präsident will daran teilnehmen, wie aus dem Kreml verlautet. Ob er persönlich kommt oder zugeschaltet wird, bleibt offen. EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen jedenfalls würde sich mit Putin an einen Tisch setzen.

Russlands Präsident Wladimir Putin will am G20-Gipfel im Herbst in Indonesien teilnehmen. "Ja, wir haben bestätigt, dass unsere Teilnahme vorgesehen ist", sagte Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge. Unklar blieb, ob der Kremlchef persönlich anreisen will oder per Video zugeschaltet sein wird. Das Treffen ist für den 16. und 17. November auf Bali geplant.

Bundeskanzler Olaf Scholz hatte zuvor geäußert, er halte sich eine Teilnahme im November trotz der Einladung Russlands offen. Es sei klar, dass die Gruppe führender Wirtschaftsnationen weiter "eine große Rolle" spielen werde und eine enge Zusammenarbeit wichtig sei, sagte Scholz im ZDF. Deshalb wolle Deutschland die Arbeit in den G20 "nicht torpedieren". Er werde deshalb die Entscheidung über die Gipfel-Teilnahme erst "kurz vor der Abreise" und abhängig von der dann aktuellen Lage treffen.

Auch ukrainischer Präsident Selenskyj zu G20-Treffen eingeladen

Scholz verwies darauf, dass Gastgeber Indonesien neben Russlands Putin auch den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj eingeladen habe. Noch sei unklar, wer an dem Treffen auf Bali tatsächlich teilnehmen werde, betonte der Kanzler. Indonesiens Präsident Joko Widodo als Organisator des G20-Treffens nimmt an diesem Montag als einer der Gäste am G7-Gipfel auf Schloss Elmau teil.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte am Sonntagabend im ZDF nicht ausgeschlossen, sich beim G20-Gipfel mit Putin an einen Tisch zu setzen. "Es ist auch wichtig, ihm ins Gesicht zu sagen, was wir von ihm halten", sagte sie. "Und wir müssen sehr genau überlegen, ob wir das gesamte G20 lahmlegen." Sie plädiere nicht dafür. Dafür seien die G20 "ein viel zu wichtiges Gremium".

G20 stehen für gut 80 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung

Den G20 gehören neben der EU 19 Industrie- und Schwellenländer an, darunter auch China, Indien, Brasilien und die Türkei. Die G20-Staaten stehen für gut 80 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung, während die G7-Staaten auf 31 Prozent kommen. Alle G7-Länder sind auch G20-Mitglieder.

(Dieser Artikel wurde am Montag, 27. Juni 2022 erstmals veröffentlicht.)

Quelle: ntv.de, chf/dpa/AFP

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