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Bomben und Sturmgewehre gefunden Geheimdienst vereitelt Anschläge in Moskau

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Seit dem Anschlag auf die U-Bahn in Sankt Petersburg geht Russland verstärkt gegen Islamisten vor.

(Foto: imago/ITAR-TASS)

Die russische Hauptstadt entgeht offenbar nur knapp einem Anschlag. Nach Angaben des Geheimdienstes wird eine Terrorzelle ausgehoben, die Verbindungen zum IS haben soll. Im Besitz der Festgenommenen finden sich Waffen und Sprengstoff.

Der russische Geheimdienst FSB hat nach eigener Darstellung mehrere Anschläge in Moskau vereitelt. Einsatzkräfte hätten in der Nacht drei Terrorverdächtige in der Nähe der Hauptstadt festgenommen, die zu Neujahr Anschläge verüben wollten. In der Wohnung der Männer aus Zentralasien seien zwei Bomben, Sturmgewehre und Handgranaten gefunden worden.

FSB-Chef Alexander Bortnikow sagte der Agentur Tass zufolge, dass die Verdächtigen mit Verbindungen zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS) auch einen Anschlag vor der Präsidentenwahl im Frühjahr 2018 geplant hätten. In diesem Jahr haben russische Fahnder nach eigenen Angaben mehr als 20 Terrorzellen ausgehoben. Nach dem Anschlag in der Metro von St. Petersburg im April suchen sie verstärkt nach potenziellen Terroristen.

Russland unterstützt die syrische Armee mit Luftangriffen im Kampf gegen den IS und andere Gegner des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Den Geheimdiensten zufolge haben sich fast 3000 Russen - die meisten von ihnen aus der Kaukasusregion - dem IS in Syrien und im Irak angeschlossen. Der IS und die ebenfalls islamistische Al-Nusra-Front haben ihre Anhänger dazu aufgerufen, als Revanche Anschläge in Russland zu verüben.

Im vergangenen Jahr war ein russischer Passagierjet mit 224 Menschen an Bord über dem Sinai abgestürzt. Russlands Geheimdienst und Regierungen im Westen gehen von einem Bombenanschlag aus. Die Terrormiliz IS gab an, den Airbus 321 durch einen Sprengkörper zum Absturz gebracht zu haben.

Quelle: n-tv.de, jgu/dpa/AFP

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