Politik

21 Flüchtlinge infiziert Griechenland stellt Lager unter Quarantäne

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Eine Frau aus dem Flüchtlingslager war diese Woche nach der Geburt ihres Kindes in einem Athener Krankenhaus positiv auf das Coronavirus getestet worden. Inzwischen sind 21 Fälle registriert.

(Foto: imago images/ITAR-TASS)

Die Sorge, dass sich das Coronavirus in Griechenlands überfüllten Flüchtlingslagern ausbreiten könnte, ist groß. Nachdem mehrere Bewohner dort positiv getestet wurden, riegelt die Regierung ein Camp nahe Athen ab.

Griechenland hat ein Flüchtlingslager nahe Athen abgeriegelt, nachdem 21 Flüchtlinge positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden waren. Der Zugang zum Ritsona-Lager werde für zwei Wochen eingeschränkt, teilte das Migrationsministerium mit. Zudem werde zusätzliches medizinisches Personal in die Region geschickt.

Eine Frau aus dem Lager war diese Woche nach der Geburt ihres Kindes in einem Athener Krankenhaus positiv auf das Virus getestet worden. Es war der erste nachgewiesene Infektionsfall in einem griechischen Flüchtlingslager. Inzwischen seien auch 20 weitere Flüchtlinge positiv getestet worden, teilte das Ministerium mit. Mitarbeiter des Lagers hätten sich nicht infiziert. Insgesamt wurden 63 Menschen getestet.

Kurz zuvor hatte Regierungschef Kyriakos Mitsotakis noch die guten Schutzmaßnahmen in den griechischen Lagern gelobt. Die Behörden seien bei der Nachverfolgung von Kontakten im Falle einer Infektion gut aufgestellt, sagte er dem Sender CNN. "Wir werden weiterhin sehr, sehr genau beobachten, was in unseren Lagern passiert, und wir bauen die medizinischen Einrichtungen weiter aus."

In Griechenland sind bislang 1415 Coronavirus-Infektionen nachgewiesen worden. 50 Infizierte starben. Die Sorge ist groß, dass sich das Coronavirus auch in den völlig überfüllten Flüchtlingslagern in Griechenland ausbreiten könnte.

Quelle: ntv.de, can/AFP