Politik

Sprengstoffanschlag geplant Griechische Polizei nimmt Neonazi-Ring hoch

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Die Anti-Terror-Einheit der griechischen Polizei stellt gefährliche Waffen und und rechtsextremistisches Propagadamaterial sicher.

(Foto: imago/Wassilis Aswestopoulos)

Erst vor einer Woche stürmen Neonazis in Griechenland ein Antifa-Zentrum und verletzen dabei fünf Menschen. Immer wieder verüben rechtsextreme Gruppen Anschläge auf linke Einrichtungen. Nun ist es der Polizei gelungen, einen bewaffneten Ring dingfest zu machen.

Die Anti-Terror-Einheit der griechischen Polizei hat einen Neonazi-Ring ausgehoben. Insgesamt seien elf mutmaßliche Rechtsextremisten festgenommen worden, teilte die Polizeidirektion in Athen mit. Bei Hausdurchsuchungen in Athen und zwei Provinzstädten seien Sprengstoff (Ammoniumnitrat ANO), Jagdgewehre, Brandflaschen sowie rechtsextremistisches Propagandamaterial sichergestellt worden. Die umfangreiche Aktion fand den Angaben zufolge am Dienstag statt.

Ein Polizeioffizier sagte, es werde vermutet, dass die Gruppe einen größeren Sprengstoffanschlag plante. Griechische Medien berichteten, die Festgenommenen seien Mitglieder des griechischen Zweigs des Neonazi-Netzwerks "Combat 18" und der rein griechischen rechtsextremistischen Organisation "Autonome Mäander Nationalisten".

Die "Combat 18" ist der bewaffnete Zweig der in Deutschland und anderen europäischen Staaten verbotenen rechtsextremistischen Organisation "Blood & Honour" (Blut und Ehre), die europaweit immer wieder in Erscheinung tritt. Die Festgenommenen sollen Dutzende Anschläge und Überfälle auf linke Einrichtungen und Bars ausgeübt haben, wo sich Autonome und andere linke Aktivisten und Hausbesetzer aufhalten.

Quelle: n-tv.de, hny/dpa

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