Politik

Scholz ruft als Erster an Große Erleichterung über Macrons Sieg

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Macron hat es geschafft - auch zur Freude dieser Anhänger.

(Foto: AP)

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Deutlich siegt Frankreichs Präsident Macron gegen seine Herausforderin Le Pen. Das sorgt für große Freude diesseits des Rheins, aber auch in Brüssel und London. SPD-Chefin Esken zeigt sich besonders euphorisch.

Die deutsche Politik hat mit großer Erleichterung auf die Wiederwahl von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron reagiert. Bundeskanzler Olaf Scholz gratulierte diesem zum Wahlsieg. "Deine Wählerinnen und Wähler haben heute auch ein starkes Bekenntnis zu Europa gesendet", twitterte Scholz. "Ich freue mich, dass wir unsere gute Zusammenarbeit fortsetzen!" Das Kanzleramt teilte anschließend mit, Scholz habe Macron als erster ausländischer Regierungschef angerufen und ihm auch persönlich gratuliert.

Scholz hatte am Donnerstag in einem ungewöhnlichen Schritt gemeinsam mit den Regierungschefs Spaniens und Portugals in der Zeitung "Le Monde" die Franzosen zur Wahl Macrons aufgerufen. Sie hätten die Wahl zwischen einem demokratischen Kandidaten und "einer Kandidatin der extremen Rechten, die sich offen mit denen solidarisiert, die unsere Freiheit und Demokratie angreifen", hatten die Regierungschefs geschrieben.

US-Präsident Joe Biden schrieb zu der Wiederwahl Macrons auf Twitter: "Frankreich ist unser ältester Verbündeter und ein wichtiger Partner bei globalen Aufgaben." Er freue sich auf die Weiterführung einer engen Kooperation etwa bei der Unterstützung der Ukraine, der Verteidigung der Demokratie und beim Kampf gegen den Klimawandel.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnete Macron als "wahren Freund". Er schätze die Unterstützung Frankreichs, so Selenskyj. "Und ich bin überzeugt: Wir schreiten zusammen zu neuen gemeinsamen Siegen. In ein starkes und geeintes Europa." In den vergangenen Monaten versuchte sich Macron als Krisendiplomat und telefonierte mehrfach mit Kremlchef Wladimir Putin - zeigte sich jedoch später frustriert über die Gespräche.

Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gratulierte Macron. "Ihre Wiederwahl ist auch für uns Deutsche eine gute Nachricht", schrieb Steinmeier an den französischen Staatschef. Macron habe bei dieser Wahl in einem schwierigen Umfeld Kurs gehalten. Einer zunehmend komplexen wirtschaftlichen und internationalen Lage sei er nicht mit vermeintlich einfachen Antworten begegnet, sondern mit einem klaren Kompass, betonte der Bundespräsident. "Damit haben Sie der Demokratie in Frankreich und in Europa einen großen Dienst erwiesen."

Bundestagspräsidentin Bärbel Bas nannte den Sieg Macrons gegen die Rechtspopulistin Marine Le Pen in der Stichwahl eine "gute Nachricht für Europa und für die Fortsetzung der Deutsch-Französischen Freundschaft".

Der SPD-Parteivorstand erklärte, Frankreich habe eine Wahl getroffen "für Europa und für den Zusammenhalt". SPD-Chefin Saskia Esken schrieb: "Ich tanze! Große Erleichterung."

CDU-Chef Friedrich Merz gratulierte gleichfalls umgehend Macron. Auch Europa habe "heute gewonnen", schrieb er auf Twitter. "Jetzt ist ein neuer Anlauf für deutsch-französische Zusammenarbeit möglich und nötig!"

"Diese Wahl war eine Richtungswahl. Es ging um grundsätzliche Wertefragen", schrieb Bundesfinanzminister und FDP-Chef Christian Lindner auf Twitter. Mit Macrons Sieg sei "das vereinte Europa die größte Gewinnerin dieser Wahl".

"Nun gilt es weiter gemeinsam an einem starken und souveränen Europa zu arbeiten", twitterte Grünen-Parteichefin Ricarda Lang nach ersten Prognosen, die Macron als Wahlsieger sehen. "Und dafür zu kämpfen, dass Putin-Freunde und Rechtsextreme wie Le Pen der Regierungsmacht nicht so nahekommen, wie heute in Frankreich."

"Sicher fällt gerade nicht nur mir ein Stein vom Herzen", twitterte Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir. Wie zuvor seine ParteichefinLang erklärt auch er: "Jetzt müssen wir in EU alles daran setzen, dass Feinde der Demokratie/ Freunde Putins polit. Macht nie wieder so nahekommen."

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen meldete sich ebenfalls zu Wort. "Ich freue mich, unsere gute Zusammenarbeit fortsetzen zu können", schrieb die deutsche Politikerin auf Twitter. "Gemeinsam werden wir Frankreich und Europa voranbringen."

Der britische Premierminister Boris Johnson bezeichnete Frankreich nach Macrons Wiederwahl als engen Partner seines Landes bezeichnet. "Ich gratuliere zur Wiederwahl als Präsident Frankreichs, Emmanuel Macron", schrieb Johnson auf Twitter und hängte seine Glückwünsche auch in französischer Sprache an. "Frankreich ist einer unserer engsten und wichtigsten Verbündeten. Ich freue mich darauf, weiterhin gemeinsam an den Themen zu arbeiten, die unseren beiden Ländern und der Welt am wichtigsten sind."

Quelle: ntv.de, vpe/AFP/rts

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