Politik

Wohl wegen Erschöpfung Gütersloher Krisenstabsleiter ist kollabiert

"Er hat so hart gearbeitet, Tag und Nacht", sagte Helga Lange, Fraktionsvorsitzende der Grünen, über den Gütersloher Krisenstabsleiter.

(Foto: imago images/Noah Wedel)

Der Druck auf Thomas Kuhlbusch, Leiter des Kristenstabs für Gütersloh, hat sich durch den Ausbruch im Tönnies-Schlachtbetrieb in den letzten Wochen enorm erhöht. Am Tag des Inkrafttretens des regionalen Teil-Lockdowns ist der 54-Jährige zusammengebrochen.

In NRW gelten seit Mitternacht wegen der aktuellen Corona-Lage durch den Ausbruch im Tönnies-Schlachtbetrieb wieder Corona-bedingte Einschränkungen für rund 640.000 Einwohner. Kurz nach Bekanntgabe des lokalen Teil-Lockdowns der Kreise Gütersloh und Warendorf ist jedoch der Leiter des Krisenstabs, Thomas Kuhlbusch, kollabiert.

Das bestätigte auch Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet während des Düsseldorfer Landtags. Kuhlbusch habe in der vergangenen Nacht gesundheitliche Probleme bekommen und sei "zusammengebrochen", sagte der Düsseldorfer Regierungschef. Laschet dankte den Behördenmitarbeitern vor Ort für deren Einsatz. Die Menschen vor Ort arbeiteten bis an ihre persönlichen Belastungsgrenzen.

Diesen Eindruck bestätige Helga Lange, Fraktionsvorsitzende der Grünen. Zu Kuhlbusch sagte sie: "Er hat so hart gearbeitet, Tag und Nacht. Und er hat immer den Kopf hingehalten."

"Herr Kuhlbusch hat sich krankgemeldet", bestätigte die Pressestelle des Kreises, gegenüber ntv. Es liege keine Covid-19-Erkrankung vor. Während seines Ausfalls wird er von Frank Scheffer, Fachbereichsleiter Bauen und Umwelt, vertreten. Wann Kuhlbusch seine Aufgaben wieder aufnehmen kann, ist derzeit nicht bekannt.

Thomas Kuhlbusch ist seit 2011 Fachbereichsleiter für Gesundheit, Ordnung und Recht. Der Jurist ist unter anderem für den Straßenverkehr, die Lebensmittelüberwachung, aber auch für die Bewältigung von Krisen und Katastrophen zuständig.

Quelle: ntv.de, ysc/AFP