Politik

Cyberattacke größer als gedacht Hacker griffen PCs von Clinton-Team an

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Offenbar sind auch die Computer von dem Wahlkampfteam von Hillary Clinton gehackt worden.

(Foto: REUTERS)

Bei der Attacke auf die Demokraten ist auch das Netzwerks des Wahlkampfteams von Hillary Clinton angegriffen worden. Noch ist unklar, an welche Informationen die Angreifer gelangt sind.

Der Hackerangriff auf die US-Demokraten hat nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters größere Ausmaße als bislang angenommen. Ins Visier sei auch das Netzwerk genommen worden, das vom Wahlkampfteam Hillary Clintons benutzt werde, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Ein Sprecher der Wahlkampfleitung bestätigte, dass die Angreifer dabei auf ein Datenanalyseprogramm hätten zugreifen können. Die Bundespolizei FBI habe Ermittlungen eingeleitet und das Wahlkampfteam arbeite an schärferen Sicherheitsvorkehrungen, erklärte die Sprecherin des Wahlkampfkomitees der Partei im Repräsentantenhaus (DCCC),Meredith Kelly.

Experten fanden demnach aber keine Hinweise darauf, dass die internen Systeme gefährdet waren. Es war zunächst unklar, an welche Informationen die Angreifer gekommen sein könnten. Bisher waren zwei Hackerangriffe auf die Demokratische Partei bekannt. Bei einer Attacke auf die Parteiführung wurden vertrauliche E-Mails kopiert, die die Enthüllungsplattform WikiLeaks veröffentlichte. Daraus ging hervor, dass die Parteiführung eine Kandidatur des linken Senators Bernie Sanders ablehnte und Clinton bevorzugte. Das Gremium soll eigentlich neutral sein.

Ziel eines weiteren Angriffes war eine Organisation, die Geld für demokratische Bewerber um einen Sitz im Repräsentantenhaus sammeln soll. Regierungsvertreter gehen davon aus, dass es sich um Angriffe russischer Hacker handelt. Insidern zufolge prüft inzwischen eine Spezialabteilung im Justizministerium, ob die Attacken die Sicherheit der USA gefährdeten. Dies sei ein Zeichen dafür, dass die Regierung einen Staat als Urheber vermute.

Wikileaks-Gründer Julian Assange deutete im Gespräch mit dem Sender CNN weitere Enthüllungen über Clinton an. "Wir haben noch mehr Material zur Kampagne von Hillary Clinton", sagte er. "Das ist äußerst interessant." Die Systeme des DNC bezeichnete er als unsicher und anfällig für Angriffe.

Quelle: ntv.de, kpi/hul/rts/AFP