Politik

Nach Falschmeldungen im InternetHunderte Festnahmen in der Grenzregion bei Ceuta

16.08.2026, 07:43 Uhr
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FNIDEQ-MOROCCO-AUGUST-15-Moroccan-authorities-detained-111-irregular-migrants-Saturday-in-and-around-the-northern-city-of-Fnideq-after-they-attempted-a-mass-crossing-into-Spain-s-city-of-Ceuta-officials-said-on-August-15-2026-in-Fnideq-Morocco-A-Fnideq-provincial-official-quoted-in-a-statement-said-109-of-those-detained-were-from-African-countries-and-two-were-Moroccan-nationals
Nahe der Stadt Fnideq wurden viele Migranten von den marokkanischen Behörden aufgegriffen. (Foto: picture alliance / Anadolu)

Im Internet wurde das Gerücht verbreitet, dass am Samstag die Grenze zwischen Marokko und der spanischen Exklave Ceuta geöffnet werde. Doch ein erneuter großer Ansturm auf das EU-Gebiet bleibt aus. Dennoch werden fast 300 Personen von Sicherheitskräften abgefangen.

Zwei Wochen nach dem Massenandrang von Migranten in die spanische Exklave Ceuta sind im Norden Marokkos fast 300 Migranten festgenommen worden. 294 Menschen, die meisten von ihnen Bürger aus Ländern südlich der Sahara, seien am Samstag nahe der Grenze zu Ceuta von marokkanischen Sicherheitskräften abgefangen worden, berichtete das Nachrichtenportal Le360.

Ein Behördenvertreter sprach von einer "Routinemaßnahme zur Verhinderung von Versuchen der irregulären Migration" in Richtung Ceuta. Die Migranten wurden auf einem bewaldeten Hügel oberhalb der Stadt Fnideq aufgegriffen.

Die marokkanischen Behörden hatten am Mittwoch angesichts von Falschmeldungen im Internet Maßnahmen angekündigt, um zu verhindern, dass erneut größere Gruppen von Migranten versuchen, nach Ceuta zu gelangen. In den online verbreiteten Beiträgen wurde das Gerücht verbreitet, dass die Grenze nach Ceuta am Samstag geöffnet werde. Es kursierten Aufrufe zu gemeinsamen Massenüberquerungen.

Laut den Portalen Le360 und Hespress wurden in den vergangenen Tagen in Marokko mehr als 60 Menschen festgenommen, denen vorgeworfen wird, in Onlinenetzwerken "zur irregulären Migration anzustiften oder diese zu fördern".

Vor rund zwei Wochen hatten nach Angaben der spanischen Behörden etwa 72.000 Menschen die neben Marokko gelegene Exklave Ceuta auf dem Landweg oder schwimmend erreicht. Der Großteil von ihnen wurde in das nordafrikanische Land zurückgebracht. Während des Ansturms der Migranten kamen nach offiziellen Angaben 91 Menschen ums Leben. Die Menschenrechtsgruppe AMDH geht hingegen von mindestens 141 Toten aus.

Quelle: ntv.de, lme/AFP

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