Politik

AfD-Vize vertritt Maik G. "Hutbürger" will Entschädigung vom ZDF

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Maik G. will angeblich mindestens 20.000 Euro vom ZDF.

(Foto: imago/Robert Michael)

Am Rande einer Pegida-Demo in Sachsen echauffiert sich ein Teilnehmer darüber, von einem TV-Team gefilmt worden zu sein. Die Polizei hält die Reporter lange Zeit fest. Der Fall um den Mitarbeiter des LKA löst eine bundesweite Debatte aus und soll nun auch ein juristisches Nachspiel bekommen.

Ein früherer Mitarbeiter des sächsischen Kriminalamts (LKA), der bei einer Pegida-Demonstration in Dresden mit Journalisten aneinander geraten war, fordert einem Bericht zufolge Entschädigung. Der als "Hutbürger" bekannt gewordene Mann will eine Entschädigung vom ZDF und einem Kameramann, wie der "Spiegel" berichtet. Nach Aussage seines Anwalts geht es um eine Medienrechts- und Persönlichkeitsverletzung.

Die Entschädigung solle "nicht unter 20.000 Euro" liegen, sagte Sachsens AfD-Vize Maximilian Krah, der als Anwalt Maik G. vertritt. G. arbeitete einst als Buchprüfer im Landeskriminalamt. Er hatte im August 2018 am Rande einer Pegida-Demonstration mit einem schwarz-rot-goldenen Hut und Sonnenbrille gegen ein ZDF-Kamerateam gepöbelt und gesagt: "Sie haben mich ins Gesicht gefilmt."

Die Journalisten wurden anschließend etwa eine Dreiviertelstunde lang von der Polizei festgehalten. Dem Vorfall folgte eine Debatte über die Pressefreiheit, die Polizei entschuldigte sich später beim ZDF. Der "Hutbürger" verließ kurz nach dem Vorfall den Polizeidienst.

Quelle: n-tv.de, jwu/AFP

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