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"Dritte Generation" im Fokus Immer noch 20 RAF-Ermittlungsverfahren

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Einige Terroristen - darunter auch die hier abgebildete Friederike Krabbe - werden immer noch gesucht.

(Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)

Jahrzehntelang verbreitet die Rote Armee Fraktion in der Bundesrepublik Angst. 1998 gibt die Terrorgruppe ihre Auflösung bekannt. Doch noch immer laufen Ermittlungsverfahren zu einigen Anschlägen und Tätern.

Die Bundesanwaltschaft gibt die Ermittlungen zu Anschlägen der Roten Armee Fraktion nicht auf, auch wenn die Taten schon Jahrzehnte zurückliegen. "Wir führen derzeit noch 20 Ermittlungsverfahren zu Taten der RAF", sagte Generalbundesanwalt Peter Frank im Interview mit dem "Tagesspiegel am Sonntag".

Schwerpunkt seien die Anschläge der "dritten Generation". Damit sind die RAF-Terroristen gemeint, die vom Beginn der 1980er-Jahre an Attentate und weitere Verbrechen verübten. Die linksextreme Terrororganisation hatte sich 1970 gegründet, 1998 verkündete sie ihre Auflösung. Mehrere Anschläge sind bis heute nicht aufgeklärt.

Das betreffe unter anderem die Ermordung von Alfred Herrhausen und Detlev Karsten Rohwedder, sagte Frank. Herrhausen war Vorstandssprecher der Deutschen Bank, im November 1989 starb er in Bad Homburg bei einem Bombenattentat der RAF. Im April 1991 wurde Rohwedder in seinem Haus in Düsseldorf von mindestens einem Terroristen durch ein Fenster erschossen. Rohwedder leitete die Treuhandanstalt, die ehemalige DDR-Unternehmen privatisierte. Bei beiden Anschlägen wurden die Täter nicht ermittelt.

Nach vier immer noch flüchtigen RAF-Mitgliedern fahndet die Bundesanwaltschaft mit einem Haftbefehl. Der Generalbundesanwalt nannte Friederike Krabbe, Daniela Klette, Burkhard Garweg und Ernst Volker Staub. Krabbe steht in Verdacht, im Fall der Entführung und Ermordung von Arbeitgeberpräsident Hanns-Martin Schleyer im Herbst 1977 eine Wohnung gemietet zu haben. Klette, Garweg und Staub sollen unter anderem im März 1993 mit einem Sprengstoffanschlag den noch nicht bezogenen Neubau der JVA Weiterstadt (Hessen) zerstört haben. Die drei RAF-Leute haben womöglich in den vergangenen Jahren Raubüberfälle in Norddeutschland verübt, um an Geld zu kommen.

Quelle: n-tv.de, kpi

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