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USA fühlen sich provoziert Iran kündigt Raketenstarts mit Satelliten an

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imago/Xinhua

"Pajam" und "Dusti" sollen dem Iran wichtige Daten über die Umwelt liefern. Die beiden Satelliten starten in den kommenden Tagen ins All. Die USA sehen in dem wissenschaftlichen Unterfangen eine "Provokation", weil dabei ballistische Trägerraketen eingesetzt werden.

Der Iran hat angekündigt, in den "kommenden Tagen" zwei Satelliten in den Orbit zu schicken, um Informationen über den Zustand der Umwelt im Land zu sammeln. "In den kommenden Tagen werden wir zwei Satelliten in den Weltraum schicken", sagte Präsident Hassan Ruhani laut Staatsfernsehen. "Der Satellit Pajam und seine Trägerrakete wurden beide in unserem Land von der Jugend dieser Nation produziert."

Kommunikationsminister Mohammed Dschawad Asari-Dschahromi hatte vergangene Woche erklärt, dass die beiden Satelliten namens "Pajam" und "Dusti" erfolgreich getestet worden seien. Demnach soll "Pajam" in 600 Kilometer Höhe um die Erde kreisen, um Informationen über die Umwelt zu sammeln. "Dusti" solle in einer Höhe von 250 Kilometern um die Erde kreisen und für die Landwirtschaft relevante Daten sammeln.

Die USA forderten den Iran Anfang Januar auf, auf den Abschuss der Raketen zu verzichten, da dies eine "Provokation" wäre. US-Außenminister Mike Pompeo wertete die Pläne als Verstoß gegen die UN-Sicherheitsratsresolution 2231, die dem Iran jeden Einsatz von ballistischen Raketen verbietet, die für Atomsprengköpfe verwendet werden können. Washington kritisiert seit langem das iranische Raketenprogramm und fordert seine Aufgabe.

Das Außenministerium in Teheran wies aber den Vorwurf zurück, dass die Pläne gegen die UN-Resolution verstoßen würden. Es handle sich um ein "ziviles Projekt mit rein wissenschaftlicher Zielsetzung" und der Iran werde von niemandem Erlaubnis für derartige Projekte erbitten, erklärte der Außenamtssprecher. Auch Forderungen der USA nach Aufgabe des militärischen Raketenprogramms hat Teheran kategorisch zurückgewiesen.

Quelle: n-tv.de, mba/AFP

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