Politik

"Egal, was Trump sagt" Iran warnt USA vor Konsequenzen

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Ein Iraner verbrennt in Teheran eine selbstgemalte US-Flagge (Archivbild).

(Foto: dpa)

Ein US-Angriff auf den Iran ist erst einmal abgeblasen worden. Doch der Krieg der Worte zwischen Washington und Teheran geht weiter. Nun ist es die iranische Führung, die über Außenamtssprecher Mussawi die verbale Keule schwingt.

Der Iran hat den USA mit Konsequenzen gedroht, falls sie den Luftraum des Landes verletzen sollten. Dem Iran sei es egal, was US-Präsident Donald Trump sage oder welche Entscheidungen er treffe, sagte Außenamtssprecher Abbas Mussawi der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim. "Wichtig ist nur, dass wir keine Verletzungen unserer Grenzen dulden und auf jede Gefahr konsequent reagieren werden", fügte er hinzu. Der Iran treffe seine Entscheidungen selbst und unabhängig von anderen.

Die seit Monaten andauernden Spannungen zwischen dem Iran und den USA hatten sich am Donnerstag und Freitag gefährlich zugespitzt. Der Iran schoss zuerst eine unbemannte amerikanische Aufklärungsdrohne ab, die nach Angaben aus Teheran den Luftraum des Landes verletzt und auf mehrere Warnungen nicht reagiert hatte. Nach Angaben der USA flog die Drohne in internationalem Luftraum.

Trump begründete den gestoppten Angriff auf den Iran unter anderem damit, dass die vom US-Militär erwarteten 150 Toten im Vergleich zum Abschuss einer US-Drohne durch den Iran "unverhältnismäßig" gewesen wären. Auch der Iran gab zu verstehen, dass er kein Interesse an Todesopfern auf US-Seite habe. Demnach wurde ein bemanntes US-Aufklärungsflugzeug vom Typ Poseidon, das gemeinsam mit der Drohne in den iranischen Luftraum eingedrungen sei, nicht abgeschossen.

Unbegrenzte Urananreicherung nach 7. Juli möglich

Hintergrund der Spannungen ist das von den USA im Mai 2018 aufgekündigte Atomabkommen. US-Präsident Trump will die Führung in Teheran jetzt mit den bislang härtesten Sanktionen gegen den Öl- und Bankensektor zwingen, einer Neuverhandlung des Abkommens und schärferen Auflagen zuzustimmen. Teheran lehnt das ab.

Außenamtssprecher Mussawi stellte den im Atomvertrag verbliebenen Unterzeichnerstaaten - das sind die UN-Vetomächte China, Frankreich, Großbritannien, Russland sowie Deutschland - erneut ein Ultimatum bis zum 7. Juli. Sollten sie den Atomdeal bis dahin nicht vertragsgerecht umsetzen, werde der Iran seinen Teilausstieg fortsetzen.

"Was dann passiert, ist ja allgemein bekannt", so der Sprecher. Der Iran will sein Uran dann unbegrenzt anreichern und sich nicht mehr an die im Atomabkommen vorgeschriebene Obergrenze von 3,67 Prozent halten. Experten sehen darin das Ende des Atomabkommens und eine neue Eskalationsstufe.

Quelle: n-tv.de, wne/dpa

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