Politik

Militär in AlarmbereitschaftIrans Präsident: Krieg ist nicht in unserem Interesse

31.01.2026, 23:52 Uhr
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Will am Atom-Kurs festhalten: Peseschkian. (Foto: IMAGO/Anadolu Agency)

US-Präsident Trump schickt seine "Armada" auf den Weg in Richtung Iran. Dort wird die eigene Armee in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Doch ein Krieg sei "niemals angestrebt" und nicht im Interesse der Konfliktparteien, sagt der iranische Präsident Peseschkian.

Nach neuen Angriffsdrohungen von US-Präsident Donald Trump hat sich der iranische Präsident Massud Peseschkian um Deeskalation bemüht. Der Iran habe "niemals einen Krieg angestrebt" und strebe auch weiterhin keinen Krieg an, sagte Peseschkian nach Angaben des iranischen Präsidialamtes in einem Telefonat mit dem ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi. Teheran sei zudem "fest davon überzeugt, dass ein Krieg weder im Interesse des Iran noch der USA noch der Region" sei.

Der Chef des iranischen Sicherheitsrates, Ali Laridschani, gab unterdessen Fortschritte im Hinblick auf mögliche Verhandlungen mit den USA bekannt. Die "Vorbereitungen für Verhandlungen kommen voran", sagte Laridschani, der auch ein wichtiger Berater des geistlichen Oberhaupts des Landes, Ayatollah Ali Chamenei, ist.

Teheran "redet mit uns. Wir werden sehen, ob wir etwas tun können, andernfalls werden wir sehen, was passiert", bestätigte US-Präsident Donald Trump dem Sender Fox News die iranische Gesprächsbereitschaft. Ob es dabei auch um das Atomprogramm geht, blieb jedoch unklar.

Am Freitag wurde Laridschani vor dem Hintergrund der Spannungen zwischen Washington und Teheran in Moskau vom russischen Präsidenten Wladimir Putin empfangen. Am Samstag empfing Laridschani dann Katars Regierungschef und Außenminister Mohammed bin Abdulrahman al-Thani in Teheran. Dieser habe in einem Gespräch die Unterstützung Katars für "alle Bemühungen zum Abbau der Spannungen in der Region" bekräftigt, erklärte das Außenministerium in Doha.

Trump hatte zuvor gesagt, er glaube, dass der Iran eine Einigung zu seinem Atomprogramm erzielen wolle, um ein militärisches Vorgehen der USA zu verhindern. Trump erneuerte zugleich seine Drohung, Angriffe gegen den Iran zu starten. Der Iran versetzte seine Streitkräfte daraufhin in höchste Alarmbereitschaft.

Der US-Präsident hatte zuvor Kriegsschiffe in Richtung Iran geschickt: "Wir haben eine große Armada, Flotte, nennen Sie es wie Sie wollen, die gerade Kurs auf den Iran nimmt, sogar größer als das, was wir in Venezuela hatten", sagte er am Freitag im Weißen Haus. Eine Antwort auf die Frage, ob er einen ähnlichen Militäreinsatz wie in Venezuela plane, falls kein Abkommen mit dem Iran zustande komme, lehnte Trump ab. Anfang Januar hatten US-Spezialkräfte den linksnationalistischen venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro in Caracas gefangengenommen und nach New York gebracht, wo ihm der Prozess gemacht werden soll.

Quelle: ntv.de, mpa/AFP

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