Politik

Berichte syrischer Staatsmedien Israel bombardiert wohl Ziele in Damaskus

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Um die Golanhöhen gibt es seit Jahrzehnten heftige Auseinandersetzungen.

(Foto: VIA REUTERS)

Syrische Staatsmedien berichten am Morgen über einen Raketenangriff Israels auf die Hauptstadt Damaskus. Die Luftabwehr habe mehrere Geschosse abgefangen. Eine Bestätigung des israelischen Militärs gibt es für die Berichte bisher nicht.

Israel hat nach einem Bericht syrischer Staatsmedien mehrere Ziele in der Nähe der syrischen Hauptstadt Damaskus angegriffen. Kurz nach Mitternacht habe Israel "Raketen von den besetzten Golanhöhen" abgeschossen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Sana am Morgen unter Berufung auf Militärkreise. Die syrische Luftabwehr sei aktiviert worden und habe den Großteil der Raketen abgefangen.

Dennoch seien mindestens sechs Menschen bei dem Angriff getötet worden, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Die Raketen hätten Militärposten syrischer Regierungstruppen und pro-iranischer Milizen getroffen. Die sechs Todesopfer seien keine syrischen Staatsangehörigen. Israel hat sich bislang nicht zu den Berichten geäußert.

Mitte Januar waren bei den schwersten israelischen Luftangriffen in Syrien seit Jahren nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte insgesamt mindestens 57 syrische Soldaten sowie Kämpfer verbündeter Milizen getötet worden. Demnach handelte es sich um die tödlichsten israelischen Angriffe in Syrien seit Beginn des Bürgerkrieges im Jahr 2011.

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Die Beobachtungsstelle mit Sitz in Großbritannien bezieht ihre Informationen von einem Netz von Informanten vor Ort. Die Angaben der Aktivisten-Organisation lassen sich von unabhängiger Seite oft kaum überprüfen. Die israelischen Streitkräfte machen nur selten Angaben zu ihren Einsätzen in Syrien.

Israel und Syrien sind durch eine De-facto-Grenze auf den Golanhöhen getrennt. Israel hält das Gebiet seit dem Ende des Sechstagekriegs im Jahr 1967 besetzt und annektierte es 1981. Die internationale Staatengemeinschaft erkennt die Annexion bis heute nicht an.

Quelle: ntv.de, jug/AFP/dpa

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