Politik

Nach erneutem Raketenbeschuss Israel schließt Grenzübergang zum Gaza-Streifen

283476076.jpg

Bereits in der Nacht zu Donnerstag fing das Raketensystem "Iron Dome" Raketen ab, die aus dem Gaza-Streifen abgefeuert wurden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Israel sperrt am Sonntag den nördlichen Zugang zum Gaza-Streifen für Händler und Arbeiter. Damit reagiert die Zivilverwaltung auf den erneuten Beschuss mit Raketen aus dem Gaza-Streifen. Wann der Grenzübergang Erez wieder öffnet, hänge von der Sicherheitslage ab, heißt es.

Nach erneuten Raketenangriffen aus dem Gazastreifen hat Israel die Schließung des einzigen Grenzübergangs für Arbeiter aus dem palästinensischen Küstengebiet angekündigt. Es sei entschieden worden, "Einreisen nach Israel für Händler und Arbeiter aus dem Gazastreifen über den Erez-Übergang am Sonntag nicht zu erlauben", teilte die dem israelischen Verteidigungsministerium unterstehende Zivilverwaltung Cogat mit. Über die Wiederöffnung des Übergangs werde abhängig von der Sicherheitslage entschieden.

Militante Palästinenser hatten am Freitagabend zwei Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert. Nach Angaben der israelischen Armee schlug eines der Geschosse auf einem in Israel gelegenen Feld nahe des Grenzzauns zum nördlichen Gazastreifen ein. Eine weitere Rakete schlug demnach innerhalb des Gazastreifens ein.

In dieser Woche waren bereits mehrere Raketen aus dem von der radikalislamischen Hamas kontrollierten Küstengebiet auf Israel abgefeuert worden. Bei den Angriffen gab es keine Opfer, die meisten Geschosse wurden vom israelischen Raketenabwehrsystem "Iron Dome" abgefangen. Israels Armee reagierte nach den ersten beiden Raketenangriffen aus dem Gazastreifen mit Luftangriffen in dem palästinensischen Küstengebiet und traf dabei nach eigenen Angaben eine unterirdische Raketenfabrik.

Mehr Zusammenstöße in letzter Zeit

Die Spannungen zwischen Israelis und Palästinensern hatten zuletzt zugenommen. Angespannt war die Lage vor allem in Jerusalem, wo am Freitag bei erneuten Zusammenstößen zwischen palästinensischen Demonstranten und der israelischen Polizei dutzende Menschen verletzt wurden.

Es wird befürchtet, dass die Spannungen den Nahost-Konflikt weiter eskalieren lassen könnten. Im vergangenen Jahr hatten Unruhen in Jerusalem einen elftägigen bewaffneten Konflikt zwischen der radikalislamischen Hamas im Gazastreifen und der israelischen Armee zur Folge, in dessen Verlauf mehr als 250 Menschen getötet wurden.

Quelle: ntv.de, als/AFP

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen