Politik

Nach Raketenattacken Israelische Luftwaffe greift Gaza-Ziele an

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Gaza: Eskaliert die Lage wie vor einigen Monaten? Israels Regierungschef Netanjahu könnte das bei den anstehenden Wahlen in die Karten spielen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Während einer Wahlkampfveranstaltung muss Israels Premierminister Netanjahu plötzlich unterbrechen. Der Abschuss zweier Raketen aus dem Gazastreifen löst einen Alarm aus. Kurz darauf beschießt Israels Luftwaffe 15 Ziele im Gazastreifen.

Nach einem Raketenangriff aus Gaza haben israelische Kampfflugzeuge mehrere Ziele in dem Küstenstreifen ins Visier genommen. Das teilte die israelische Armee mit. Angegriffen worden seien 15 "Terrorziele", unter anderem eine Waffenproduktionsstätte und ein Tunnel der im Gazastreifen herrschenden Hamas, die für den Raketenangriff verantwortlich sei.

Am Dienstagabend war eine Wahlkampfrede von Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu von Raketenalarm unterbrochen worden. Die israelische Armee teilte mit, militante Palästinenser hätten zwei Raketen auf Israel abgefeuert.

Keine Verletzten

Auch in der Hafenstadt Aschdod, wo Netanjahu gerade seine Rede hielt, heulten die Warnsirenen. Ein Video zeigte, wie der 69-Jährige in Begleitung von Bodyguards rasch den Saal verließ. Später setzte er seine Rede fort. Nach Angaben der Armee wurden beide Raketen von dem Abwehrsystem "Iron Dome" (Eisenkuppel) abgefangen. Verletzte gab es nicht.

Israel wählt am 17. September ein neues Parlament. Nach Meinungsumfragen liefern sich Netanjahus rechtskonservativer Likud und das Bündnis der Mitte, Blau-Weiß, bei der Wahl ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Netanjahus politische Rivalen werfen ihm immer wieder vor, er gehe nicht entschlossen genug gegen die Hamas vor.

Die Hamas wird von Israel, den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft. Sie hatte 2007 gewaltsam die Kontrolle im Gazastreifen übernommen.

Quelle: n-tv.de, bad/dpa

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