Politik

Kämpfer der Miliz getötetIsraels Armee kesselt Hisbollah-Hochburg im Libanon ein

13.04.2026, 13:07 Uhr
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Israel führt eine begrenzte Bodenoffensive im Südlibanon durch. Die Armee will so eine "Sicherheitszone" schaffen. (Foto: picture alliance / SIPA)

Das israelische Militär rückt im Libanon weiter vor. Im Süden des Nachbarlandes kreist die Armee die Ortschaft Bint Dschubail ein. Das Gebiet ist für die proiranische Hisbollah-Miliz von militärischer Bedeutung.

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben innerhalb von Tagen die vollständige operative Kontrolle über eine Hochburg der Hisbollah im Südlibanon übernommen. Die Umstellung der Stadt Bint Dschubail sei bereits in der vergangenen Woche abgeschlossen worden, teilte das israelische Militär am Vormittag (Ortszeit) mit.

Bei Luftangriffen und Nahkämpfen in der Stadt seien mehr als 100 Mitglieder der vom Iran unterstützten Miliz getötet worden. Die Fähigkeit der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz, von Bint Dschubail aus den Norden Israels anzugreifen, sei eingeschränkt, teilte ein israelischer Militärvertreter mit.

Auch aus libanesischen Sicherheitskreisen hieß es, das israelische Militär habe die Kleinstadt, die nur wenige Kilometer von der israelischen Grenze entfernt liegt, vollständig umstellt. Es gebe dort heftige Kämpfe und viele Opfer in den Reihen der Hisbollah. In Bint Dschubail sind den Angaben sowie Berichten zufolge seit Tagen Dutzende Hisbollah-Kämpfer eingeschlossen. Aus libanesischen Sicherheitskreisen hieß es am Morgen, dies betreffe rund 40 Mitglieder der Miliz. Israels Armee hatte die Zivilbevölkerung zuvor aufgerufen, die Stadt zu verlassen.

In der libanesischen Hauptstadt Beirut hat es derweil seit Donnerstag keine israelischen Angriffe mehr gegeben. Nach einer großangelegten israelischen Angriffswelle mit vielen Toten soll US-Präsident Donald Trump Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu mit Blick auf den mit dem Iran ausgehandelten Waffenstillstand dazu gedrängt haben, die Angriffe einzustellen. In Nordisrael heulten nach Drohnen- und Raketenangriffen der Hisbollah am Morgen und Vormittag erneut die Warnsirenen. Berichte über Opfer oder Schäden gibt es bislang nicht. 

Quelle: ntv.de, lar/dpa/rts

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