Politik

Große Freude und große SorgeIsraels Finanzminister Smotrich will Gaza-Deal nicht zustimmen

09.10.2025, 15:30 Uhr
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Seit 2022 ist er Finanzminister und zuständig für den Siedlungsausbau im Westjordanland. Smotrich verneint die Existenz Palästinas. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Netanjahu und die Hamas stimmen Trumps Friedensplan für Gaza zu - doch die Einigung steht auf der Kippe. Die rechtsextreme Regierungspartei muss den Plan noch billigen. Israels Minister Smotrich lehnt den Deal entschieden ab. Zu groß ist die Angst vor der Freilassung palästinensischer Häftlinge.

Der rechtsextreme israelische Minister Bezalel Smotrich hat sich deutlich gegen die Übereinkunft zwischen Israel und der islamistischen Hamas ausgesprochen. Er und seine Partei lehnen den Deal ab, schrieb Smotrich auf der Plattform X. Der Finanzminister äußerte zwar "große Freude" über die bevorstehende Rückkehr der Geiseln, sprach jedoch zugleich von "großer Sorge" über die Freilassung palästinensischer Häftlinge.

Er beschrieb eine "ungeheure Angst" vor den Folgen einer "Entleerung der Gefängnisse und der Freilassung der nächsten Generation terroristischer Führungspersönlichkeiten, die alles tun werden, um hier weiterhin Ströme jüdischen Blutes zu vergießen". Aus diesem Grund könne er sich den kurzsichtigen Feiern nach der Einigung bei den Gesprächen nicht anschließen.

Israels Regierung soll noch zusammenkommen, um über die Punkte der Einigung zu beraten und diese offiziell abzusegnen. Dies berichtete die "Times of Israel" unter Berufung auf das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Es wird davon ausgegangen, dass auch dann erst die Waffenruhe im Gazastreifen in Kraft tritt. Offizielle Angaben zu den nächsten Schritten nach der Einigung in der Nacht gab es zunächst nicht.

Quelle: ntv.de, mwa/dpa

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