Politik

Baku: Haben Flieger abgeschossen Kämpfe in Berg-Karabach nach Trump-Gipfel

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Ein bereits am Mittwoch veröffentlichtes Video des Verteidigungsministeriums in Baku zeigt Artilleriefeuer der aserbaidschanischen Streitkräfte.

(Foto: AP)

Trotz der diplomatischen Bemühungen Moskaus und zuletzt auch Washingtons halten die Kämpfe im Südkaukasus an. Die Konfliktparteien berichten von Angriffen und eigenen Erfolgen - was von der Gegenseite jeweils zurückgewiesen wird. Doch die Hoffnung auf einen Frieden ist noch nicht begraben.

Die Kämpfe um die Kaukasus-Region Berg-Karabach gehen auch nach dem Krisengipfel in Washington weiter. Das aserbaidschanische Verteidigungsministerium teilte mit, es gebe Gefechte in Berg-Karabach und seiner Umgebung. Die größte Stadt der Region, Stepanakert, wurde laut den Behörden von Berg-Karabach von Aserbaidschan unter Beschuss genommen. Die Regierung in Baku wies dies zurück. Aserbaidschans Militärführung wiederum berichtet vom Abschuss eines Flugzeugs der armenischen Luftwaffe. Dies bestritt wiederum Eriwan.

Am Freitag waren die Außenminister der Kriegsparteien zu getrennten Gesprächen mit US-Außenminister Mike Pompeo zusammengekommen. US-Präsident Donald Trump sprach anschließend von Fortschritten auf dem Weg zu einem Ende der Kämpfe, äußerte sich aber nicht zu Details. Armenien bezeichnete die Unterredungen als "sehr gut". Es werde weiter auf eine Feuerpause hingearbeitet, sagte der armenische Außenminister Sohrab Mnazakanjan. Die Hoffnung auf ein baldiges Ende der Kämpfe wird jedoch dadurch gedämpft, dass Russland bereits zwei Mal eine Waffenruhe vermittelt hat, die aber jeweils nicht hielt.

Die armenischen Behörden teilten unterdessen mit, dass die Zahl der getöteten Soldaten um 36 auf 963 angestiegen sei. Aserbaidschan macht wegen der Zensurbestimmungen während des geltenden Kriegsrechts keine Angaben zu Verlusten bei den Streitkräften. Putin hatte am Donnerstag bei einer im Fernsehen übertragenen Expertenrunde auch gesagt, dass bei dem Krieg knapp einen Monat nach Beginn der Kämpfe bisher rund 5000 Menschen ums Leben gekommen seien.

Türkei würde Soldaten schicken

Seit 27. September dauern die schweren Gefechte um Berg-Karabach an. Aserbaidschan verlor in einem Krieg nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion vor rund 30 Jahren die Kontrolle über das bergige Gebiet mit etwa 145.000 Bewohnern, in dem überwiegend christliche Armenier leben. Die dortige Führung wird von der armenischen Regierung in Jerewan unterstützt. Seit 1994 galt eine brüchige Waffenruhe.

Russland hat einen Verteidigungspakt mit Armenien. Die Türkei wiederum hat erklärt, Soldaten zu entsenden und Aserbaidschan militärisch zu unterstützen, sollte ihr enger Verbündeter dies wollen. Bislang vermittelt die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) unter dem Vorsitz von Frankreich, Russland und den USA weitgehend erfolglos in dem jahrzehntealten Konflikt.

Quelle: ntv.de, kst/rts/dpa

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