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Verstöße gegen Tierwohl Klöckner will Qualzucht-Messen verbieten

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Viele Hunde, wie etwa Bulldoggen, werden für Qualzuchten missbraucht (Symbolbild).

(Foto: imago images / Karina Hessland)

Viele Hundezüchter nehmen bei ihren Tieren gesundheitliche Probleme in Kauf, um auf Ausstellungen Preise zu erhalten. Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner will gegen diese Praxis nun vorgehen, räumt bei dem Vorhaben aber Schwierigkeiten ein.

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner will Ausstellungen von Hunden mit Merkmalen verbotener Qualzuchten untersagen, wie sie etwa bei Mops und Bulldogge vorkommen. "Tierärzte berichten von vielen Tieren mit gesundheitlichen Problemen aufgrund von Qualzuchtmerkmalen", sagte Klöckner der "Rheinischen Post". "Das lässt darauf schließen, dass viele Züchter gegen das Verbot verstoßen."

Die Kontrolle solcher Gesetzesverstöße sei schwierig. Der Ministerin zufolge muss das zuständige Veterinäramt im Einzelfall feststellen, ob bei der Zucht zu erwarten war, dass Welpen Körperteile oder Organe fehlen oder sie kein gesundes Hundeleben zu erwarten hätten.

"Wir werden deshalb die Ausstellung solcher Tiere verbieten und damit auch den Anreiz für solche Züchtungen nehmen - es ist doch absurd, dass diese Tiere auch noch prämiert werden, obwohl ihre Zucht gesetzeswidrig ist", sagte die CDU-Politikerin.

Es sei nicht vertretbar, dass ein Tier leiden müsse, "um den ästhetischen Ansprüchen seines Herrchens oder Frauchens zu entsprechen". Manche betroffene Hunde könnten nur schwer atmen. "Das geht bis zum Kreislaufkollaps mit Ohnmacht."

Quelle: n-tv.de, lwe/AFP

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