Griechischer Luftwaffen-OffizierKommandeur mit Nato-Zugang soll für Großmacht spioniert haben

Ein hochrangiger Offizier mit Zugang zu sensiblen Nato-Daten soll für den wichtigsten strategischen Rivalen der USA spioniert haben. Monatelang überwachen ihn die Ermittler. Als Umfang und Sensibilität der übermittelten Informationen deutlich zunehmen, schlagen sie zu.
Wegen mutmaßlicher Spionage ist ein Offizier der griechischen Streitkräfte festgenommen worden. Wie der griechische Generalstab mitteilte, liegen eindeutige Hinweise auf strafbare Handlungen nach dem Militärstrafgesetzbuch vor. Demnach soll der Beschuldigte geheime Informationen von militärischer Bedeutung gesammelt und an Dritte weitergegeben haben. Dadurch könnten nationale Interessen gefährdet worden sein, heißt es in der Mitteilung des Generalstabs.
Nach Angaben aus Militärkreisen handelt es sich bei dem Festgenommenen um einen Kommandeur einer Einheit mit Zugang zu sensiblen Nato-Informationen aus dem Bereich der Luftwaffe. Dabei soll es sich Berichten zufolge um Informationen über Technologien und Ausrüstung der griechischen Streitkräfte handeln, die sich in der Entwicklung befanden. Unbestätigten Berichten griechischer Medien zufolge soll der Offizier die Daten an eine Großmacht übermittelt haben, die als wichtigster strategischer Rivale der USA gilt. Welches Land das ist, wurde nicht genannt - gemeint sein könnten Russland oder China.
Der Offizier, der von den zuständigen Militärbehörden festgenommen wurde, soll Dritten vertrauliche und streng geheime Informationen über Technologien und Ausrüstung der griechischen Streitkräfte, die sich in der Entwicklung befanden, zugespielt haben.
Ermittlungen liefen seit Monaten
In die Ermittlungen sei auch der griechische Nachrichtendienst EYP eingebunden, berichtete der griechische Rundfunk unter Berufung auf Regierungskreise. Demnach hatten sowohl das Verteidigungsministerium als auch der Geheimdienst bereits vor Monaten erste Hinweise auf die mutmaßlichen Taten des Offiziers erhalten. Die Festnahme sei beschleunigt worden, nachdem Umfang und Sensibilität der übermittelten Informationen zuletzt deutlich zugenommen hätten.
Zudem soll der Beschuldigte Medienberichten zufolge versucht haben, weitere Personen für die Weitergabe vertraulicher Informationen zu gewinnen. Bei Durchsuchungen hätten die Ermittler technische Geräte und spezielle Software sichergestellt, die zur Übermittlung der Daten genutzt worden sein sollen. Weitere Festnahmen schließen die Behörden demnach nicht aus.