Politik

Laumann im "ntv Frühstart" "Kontaktbeschränkungen sind weiter notwendig"

Trotz der neuen Rekorde bei den Corona-Infektionszahlen laufen die Diskussionen über Lockerungen auf Hochtouren. Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Laumann hält davon wenig. Vielmehr will er auf den Peak der Omikron-Welle warten.

Während europäische Staaten ihre Corona-Maßnahmen lockern, werden auch in Deutschland die Stimmen lauter, die eine Entschärfung oder Aufhebung der Maßnahmen fordern. Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann warnt vor diesem Schritt und hält die Debatte für verfrüht.

"Kontaktbeschränkungen sind weiter notwendig", sagt Laumann im "ntv-Frühstart" und fügt hinzu: "Wir sollten warten, bis wir den Omikron-Höhepunkt erreicht haben. Und wenn die Zahlen dann wieder runtergehen, dann sollten wir erst lockern." Auf die Frage, wann das ungefähr sei, sagt der CDU-Politiker: "Ich bin mit Vorhersagen sehr vorsichtig. Diese hellseherischen Fähigkeiten, zu sagen ab wann gelockert werden kann, die habe ich nicht."

Der NRW-Gesundheitsminister verweist darauf, dass Bund und Länder sich bei der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz am 16. Februar mit einer Exit-Strategie beschäftigen werden. Laumann betont dabei, dass es dann sehr wichtig sei, dass die Länder dafür einen gemeinsamen Fahrplan erarbeiten. "Die Politik tut sich einen großen Gefallen, wenn wir nicht in jedem Bundesland Einzelwege gehen, sondern viel gemeinsam gestalten", so Laumann.

"Man muss sich ja Ziele setzen"

Allerdings müsse das Infektionsschutzgesetz verlängert werden, um weitere Corona-Maßnahmen durchsetzen zu können. Wenn das Gesetz zum 19. März auslaufen würde, wären der Politik die Hände gebunden. "Wir brauchen Rechtsgrundlagen für unsere Corona-Maßnahmen", betont Laumann.

Der Gesundheitspolitiker übt keine Kritik an der Ampel-Regierung, weil diese bis Ende Januar das angestrebte Impfquotenziel von 80 Prozent nicht erreicht hat. "Man muss sich ja Ziele setzen", sagt er. Laumann weist aber auch darauf hin, dass sein Bundesland einen guten Beitrag dazu geleistet hat, die gewünschte Impfquote zu erreichen. "Nordrhein-Westfalen ist beim Impfen im ersten Drittel der Bundesländer. Die Probleme liegen eher im süddeutschen und ostdeutschen Raum."

Quelle: ntv.de

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