Politik

Vorbereitung auf Gipfel Korea-Delegationen treffen sich

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Das Treffen soll in der demilitarisierten Zone zwischen den Staaten stattfinden.

(Foto: picture alliance / dpa)

Ein Gipfel für Ende April ist bereits geplant, nun soll es aber noch schneller gehen: Nordkorea nimmt kurzfristig eine Einladung des Südens an. Delegationen der geteilten Staaten treffen sich nun schon kommende Woche.

Nordkorea hat sich nach Angaben aus Seoul zu hochrangigen Gesprächen mit Südkorea kommende Woche bereit erklärt. Das südkoreanische Vereinigungsministerium teilte mit, beide Seiten würden am Donnerstag eine Delegation aus jeweils drei Vertretern in den Grenzort Panmunjom entsenden. Die Gespräche sollten den Weg zu einem für Ende April vorgesehenen Gipfeltreffens ebnen.

Erst kürzlich hatte Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un ein Treffen mit US-Präsident Donald Trump in Aussicht gestellt. Dieser nahm die Einladung überraschend an und gab dem festgefahrenen Konflikt um das nordkoreanische Atomprogramm damit eine spektakuläre Wendung. Das Treffen soll spätestens Ende Mai stattfinden, Zeitpunkt und Ort sind aber noch unklar. Die Einladung ging von Kim aus, wurde aber von Südkorea übermittelt. Eine offizielle Reaktion der nordkoreanischen Regierung gab es seitdem nicht.

Südkorea trifft vollumfängliche Vorbereitungen

Nordkorea habe über den grenzübergreifenden Kommunikations-Kanal einem Treffen zugestimmt, erklärte das südkoreanische Vereinigungsministerium. Die nordkoreanische Delegation soll demnach vom Vorsitzenden des Komitees für friedliche Wiedervereinigung, Ri Son-gwon, geleitet werden. Südkorea wird bei dem Treffen durch seinen Vereinigungsminister Cho Myoung-gyon vertreten sein. "Die Regierung wird vollumfängliche Vorbereitungen für den Gipfel treffen", erklärte das Vereinigungsministerium gegenüber südkoreanischen Medien.

Cho und Ri haben sich bereits einmal zuvor, am 9. Januar 2018, getroffen. Es war das erste Treffen zwischen den zwei koreanischen Staaten seit über zwei Jahren. Damals standen vor allem die Teilnahme Nordkoreas an den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang sowie die Verbesserung der bilateralen Beziehungen im Fokus der Diskussion.

Die beiden koreanischen Staaten hatten sich in den vergangenen Monaten angenähert. Anlass waren die Olympischen Winterspiele im Februar im südkoreanische Pyeongchang, die Nordkorea für eine Charmeoffensive nutzte. Zur Eröffnungsfeier schickte Machthaber Kim Jong Un seine Schwester Kim Yo Jong, die eine Einladung an den südkoreanischen Staatschef Moon Jae In für ein Gipfeltreffen in Pjöngjang überbrachte.

Quelle: ntv.de, lou/AFP