Politik

Aussage über Gelbwesten-Proteste Kreml verfälscht Macrons Rede

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Haben sich nicht verstanden: Präsidenten Macron und Putin.

(Foto: picture alliance/dpa)

Fehlerhaft übersetzt und zensiert: Der Kreml manipuliert nachträglich eine Rede des französischen Präsidenten Macron. Auf der Website der russischen Regierung taucht eine russische Fassung von Macrons Aussagen auf, die falsche und unvollständige Zitate enthält.

Der Kreml hat Worte des französischen Präsidenten Emmanuel Macron zu den "Gelbwesten"-Protesten für das russische Publikum ins völlige Gegenteil verdreht. Auf Russisch war auf der Kreml-Seite im Internet zu lesen und zu hören, dass Macron bei seinem Treffen mit Präsident Wladimir Putin am Montag gesagt hatte, die "Gelbwesten" hätten nicht an Wahlen teilnehmen können.

"Sie konnten das nicht frei tun", hieß es in der russischen Fassung. Am Nachmittag änderte der Kreml zumindest die schriftliche Version. Zunächst hatte das Präsidialamt nach Medienberichten nur die englische Übersetzung berichtigt. Macron hatte mit Blick auf den Ausschluss von Oppositionskandidaten bei der Stadtratswahl in Moskau am 8. September betont, dass der Zugang für die "Gelbwesten" zu Wahlen frei sei.

Die französische Zeitung "Le Parisien" schrieb, dass der Kreml mit den falsch übersetzten und zensierten Worten eines ausländischen Staatschefs die russische Öffentlichkeit manipuliere. Ganz weggelassen wurde demnach Macrons Bemerkung, dass Frankreich ein Land sei, in dem die Menschen sich frei äußern und auch frei an Protesten teilnehmen könnten.

Kremlchef Putin hatte zuvor angesichts der seit einem Monat dauernden Proteste der russischen Opposition vor Zuständen wie in Frankreich gewarnt. Er wolle Ruhe in seinem Land, hatte er gesagt. In Moskau hatte es Tausende Festnahmen gegeben. Die Polizeigewalt gegen friedliche Bürger löste international Kritik aus. Macron wies den Vergleich Putins mit den von Gewalt begleiteten "Gelbwesten"-Protesten bei dem Treffen in Frankreich zurück.

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Quelle: n-tv.de, ibu/dpa

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