Politik

Reaktion auf Misstrauensvotum Kurz: Für Wut und Trauer ist kein Platz

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Wenn es nach Sebastian Kurz geht, ist sein Abschied aus dem Kanzleramt von kurzer Dauer.

(Foto: REUTERS)

Er klingt nicht verbittert, sondern kämpferisch: Sebastian Kurz muss seinen Posten als Kanzler in Österreich räumen. Seine Regierung wird mittels eines Misstrauensvotums abgewählt. Doch der ÖVP-Politiker blickt bereits nach vorne. Im September stehen Neuwahlen an.

Österreichs gestürzter Bundeskanzler Sebastian Kurz hat der FPÖ vorgeworfen, gleich nach dem Scheitern der Koalition im Zuge der Ibiza-Affäre eine neue Allianz gebildet zu haben. Die Freiheitlichen sprachen am Nachmittag dem Kanzler und seiner Regierung das Misstrauen aus. Das Votum hatte die oppositionelle SPÖ initiiert. Er nehme die demokratische Entscheidung des Parlaments zur Kenntnis, so der ÖVP-Chef vor Anhängern seiner Partei. "Für Wut, für Hass, für Trauer ist überhaupt kein Platz."

Er und seine Minister stünden nun für eine ordentliche Übergabe der Amtsgeschäfte an eine Interimsregierung zur Verfügung. Das habe er dem Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen unmittelbar nach dem Misstrauensvotum in einem Telefonat zu verstehen geben, sagte Kurz.

Er wolle sicherstellen, dass es Stabilität in dem Land gebe. Es sei wichtig, wie es in den nächsten Jahren in Österreich weitergehe. "Es geht nicht um mich. Es geht nicht um uns. Es geht um die Republik Österreich", so der 32-Jährige bei seiner kurzen Ansprache.

In der Alpenrepublik stehen im September Neuwahlen an. Das einzige Wahlprogramm von SPÖ und FPÖ sei bis dato gewesen: "Kurz muss weg", sagte der ÖVP-Politiker. Er müsse die beiden nun enttäuschen: "Ich bin immer noch hier." Heute habe das Parlament entschieden, aber im September entscheide das Volk. "Darauf freue ich mich", so Kurz.

Quelle: n-tv.de, fzö

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